Hennes-VIII

Zu Besuch bei Hennes – Ein Tag im Kölner Zoo

FC Köln Fans denken jetzt sicher an ihren Geisbock. Ja, diesen Hennes haben wir auch bewundert! Er führt ein entspanntes Leben im Zoo, nur zu Heimspielen wird das lebende Maskottchen abgeholt und ins Stadion gebracht – manchmal sogar mit Polizeischutz.
Als Zuschauer der Flugschau lernen wir einen weiteren Hennes kennen: Einen Jägerliest (Kookaburra), der den Auftakt bei der Flugschau im neu gestalteten ehemaligen Eisbärengelände macht. Neben Wüstenbussard, Weißkopfseeadler und Ara zeigt auch Gaukler „Hatari“ seine Flugkünste. Hatari stammt aus dem Grünen Zoo Wuppertal!
Der 1860 gegründete Kölner Zoo besticht durch die Mischung aus modernen Anlagen und modernisierten historischen Bauten. Vielfach wurden Gitter durch Glasscheiben ersetzt, der Tierbestand verkleinert, so dass für die verbliebenen Arten ein größeres Terrain entstand.
Die 20.000 Quadratmeter große Elefantenanlage, die größte nördlich der Alpen, wird von 12 Afrikanischen Elefanten bewohnt. Highlight ist für uns „La Min Kyaw“. Der am 16.März 2016 geborene Bulle hat großen Spaß daran die rastenden Wildentenerpel zu vertreiben.
Im mit tropischen Pflanzen reich bestückten Regenwaldhaus fühlt sich der Besucher gleich in den feuchtheißen Urwald versetzt: die Helm-Hornvogeldame lugt aus ihrer Baumhöhle raus während ihr Partner aufgeregt hin und her fliegt. Das Matschie Baumkänguru macht Klimmzüge und angelt mit seinen Vorderläufen nach Futter; die tagaktiven Kurzkrallenotter sind mit der Umbettung ihrer winzigen Jungtiere von einer Höhle in eine „bessere“ Baumstammbehausung beschäftigt. Wollhalsstörche, Milchstörche und Ährenträgerpfau bewohnen den Eingangsbereich.
Impalas wurden mit Giraffen vergesellschaftet – damit es für beide Seiten nicht langweilig wird. Warum nur – fragen wir uns – gibt man den „armen“ Giraffen keine grobmaschigeren Heukörbe? Sie müssen mit ihrer langen Zunge richtig arbeiten um an das begehrte Futter zu gelangen. Anfänglich waren die Körbe grobmaschiger, erfahren wir von unserem Zoobegleiter, doch weil Giraffen es gewöhnt sind mit ihrer langen Zunge Blätter zu zupfen und dies nicht konnten, leckten sie statt dessen die Betonwände ihrer Stallungen ab. Dank der neuen Futterkörbe ist dies nicht mehr so.
Der mit beinahe 80 Pavianen stark besetzte Affenfelsen scheint dagegen etwas überbevölkert zu sein, doch nur während der kommentierten Fütterung kommt es zu Rangeleien. Die Pflegerin achtet darauf, dass jedes Tier etwas zu fressen bekommt – auch der einäugige Senior in der Tonne.
101 Kuba Flamingos leben im Kölner Zoo; insgesamt 80 Arten Wasservögel. Der Asiatische Löwenkater „Tejas“ hält ein entspanntes Mittagsschläfchen und die fünf Capybaras tuen es ihm gleich.