Zoologischer Garten Breslau (Polen)

Der Zoologische Garten in Breslau ist zweifelsohne ein Highlight unter den polnischen Zoos. Mit seiner mehr als 150-jährigen Geschichte gehört er zu den ältesten Zoos des Landes. Heute werden auf etwa 33 Hektar 10.500 Tiere aus 1.100 Arten gezeigt.

Besonders beeindruckt hat mich das mit 65 Millionen Euro teuerste Gebäude: das Afrykarium. Hier gibt es neben Flusspferden, Haien und Rochen in riesigen Meerwasserbecken auch eine Herde Seekühe. Spannend fand ich außerdem den Manul. Diese Wildkatzenart ist in Zentralasien heimisch und wird nur in wenigen Zoologischen Gärten gehalten; in Deutschland nur in München. Der Manul ist nachtaktiv; der Besucher bekommt ihn selten zu Gesicht. Ich hatte großes Glück. Noch nicht gesehen hatte ich bislang Bantengs, südostasiatische Wildrinder, die von der IUCN als stark gefährdet eingestuft wurden. Hübsch fand ich auch den regen Schopfhirsch, dem ich eindeutig einen anderen Namen gegeben hätte. Er erinnert mich an einen Vampir.

Hinter der „afrikanischen Savanne“ sieht man auch die Jahrhunderthalle. Diese Veranstaltungshalle aus Stahlbeton wurde 1913 festiggestellt. Sie ist nicht nur Wahrzeichen von Breslau sondern auch Weltkulturerbe der UNESCO.