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Allgemeine Reiseinformationen für Reisen nach
Syrien /Kreuzfahrerburgen

Qalaat Djabar
Qalaat Djabar
Eine Burg, die sich von allen anderen in Syrien unterscheidet. Sie wurde ganz aus gebrannten Ziegeln gebaut. Diese Bauart laesst auf die mesopotamische Tradition schliessen. Die Festung hatte eine bedeutende Rolle zur Kreuzritterzeit. Kurzfristig gelang es fraenkischen Fuersten, die auf der Suche nach Reichtuemer waren, sie einzunehmen. Im 13. und 14. Jh. wurde sie von den Sarazenen
ausgebaut und verstaerkt.
Qalaat Al-Hosn
Krak des Chevaliers / Tel Kalakh oder Qalaat Al-Hosn
Diese stark befestigte Bastion mit Offensivcharakter ist der Inbegriff der Kreuzritterburg und Symbol europaeischer Eroberungsgier. Eine erste Burg des Emirs von Homs wurde Anfang des 11. Jh. durch die Kreuzritter erobert. Die noch heute gut erhaltenen, gewaltigen Befestigunsanlagen entstanden zwischen 1150 und 1250. Die Burg war so gross (2,5 ha) und gut organisiert, dass bis zu 5000 Soldaten plus Pferde und Ausrüstung für 5 Jahre
einer Belagerung standhalten konnte! Nach zahllosen Versuchen der Sarazenen die Burg einzunehmen, kapitulierte im Jahre 1271 die christliche Insel im vollstaendig moslemischen Umland. Die Johanniter, die die Festung im 12.Jh. auf Vordermann brachten, erhielten vom moslemischen Sieger Baibars freien Abzug nach Tripolis. Noch heute thront der Krak gigantisch und majestaetisch auf seiner alles ueberragenden Anhoehe, welche langsam vom syrischen Dorf ueberflutet wird. Fuer den heutigen Besucher ist die Burg ein Labyrinth aus riesigen Hallen, langen, dunklen Gaengen, in den Himmel ragenden Tuermen, und aus mehreren Metern dicken Mauern.
Die europaeischen Kreuzfahrer zogen 200 Jahre lang in sieben Kreuzzuegen zwischen dem 11. und 13. Jh.. aus, um das Heilige Land mit dem Heiligen Grab von den Unglaeubigen zu befreien. Die frommen Horden fuehrten sich ueberhaupt nicht christlich auf, toeteten sie doch im Abendland schon Tausende von Juden. Neben dem eigentlichen Ziel, das kaum oder nur zeitlich bedingt erreicht wurde, lockten Reichtum und Landeroberung die Fuerstensoehne, welche in ihrer Heimat leer ausgingen. Nahm ein zum Tode Verurteilter an einem der Kreuzzuege teil, entging er der Vollstreckung und hatte noch eine gewisse Chance, Beute zu ergattern.
Waren die Kreuzfahrer im vorderen Orient angelangt, mussten sie das Land durch befestigte Burgen und Staedte sichern. Besonders Hafenstaedte, um den Kontakt zur Heimat aufrecht zu erhalten. Hoehenburgen gewaehrleisteten Sichtkontakt ins Feindesland und zur Nachbarsburg, um bei Bedarf mit Feuersignalen Hilferufe weiterzuleiten. Eine solche Festung brauchte Platz, Wasser und Nahrung fuer bis zu 2000 Mann und ihre Rosse. Dazu mussten Magazine, Zisternen, Muehlen, Backoefen, Pressen und Kuechen vorhanden sein. Die Uneinigkeit der Sarazenen gab den Kreuzfahrern leichteres Spiel, sich durch Offensivschlachten zu etablieren.
Doch dann kam Saladin (1137-93), der Jerusalem wieder aus den Haenden der Lateiner zurueckerobern konnte. Durch seine starke Persoenlichkeit gelang es ihm, die moslemische Macht durch Einigung zu festigen. Der Neffe eines Feldherrn (unter Nur-Ed-Din) und spaetere Sultan wurde schon zu seiner Lebzeit von den Sara-zenen und den feindlichen Christen fuer seine Ritterlichkeit und Menschlichkeit bewundert und geschaetzt. Uneinnehmbar waren fuer ihn die von den Kreuzrittern stark ausgebauten Hafenstaedte Tyrus, Tripolis, Tartus und Antiochia, sowie die Burgen Marqab, Safita und der Krak des Chevaliers. Der Mamlukensultan Baibars beendete im 13. Jh. das Werk Saladins.
Qalaat Marqab
Qalaat Marqab
Im Jahre 1186 verkauft Bertrand de Margat die kostspielige Burg gegen eine Jahresrente von 2.800 Goldbyzantiner an den Johanniter-Orden. Aus dieser Zeit stammt die schlichte Kirche. Die Johanniter verstaerken die Verteidigungsanlagen, so dass das Burgareal durch einen zweifachen Mauerzug eingegrenzt wird. Marqab galt als uneinnehmbar doch faellt die Burg 1285 als einer
der letzten Stuetzpunkte der Kreuzritter an den Mamlukensulatan Kalawun.

Qalaat Salah-Ed-Din

Qalaat Salah-Ed-Din (Qalaat Sahyun)
Sie ist nicht die Groesste und Staerkste, steht aber in atemberaubender, wilder Natur. Das Burgareal (700 m lang und 150 m breit) ist auf einer Seite durch einen kuenstlichen Graben vom natuerlichen Bergruecken abgeschnitten. Dies wurde im 12. Jh.. unter dem fraenkischen Graf Robert von Sahyun durch das Abtragen des Felsens vollbracht. Ein saeulenaehnlicher Felssporn wurde im 28 m tiefen und 18 m breiten Graben zurueckgelassen, um oben auf der Burg den Brueckenzugang zu stuetzen. Das herausgeschlagene Steinmaterial wurde zur Verstaerkung der Verteidigungsanlage weiter verwendet. Aus den Haenden der moslemischen Besitzer bemaechtigte sich zuerst Byzanz der Burg,

die Franken uebernahmen sie danach. Saladin konnte sie, im Zuge der Gefechte mit den Kreuzrittern, fuer den Halbmond zurueckerobern. Die Ayyubiden bauten auf dem Burgareal eine Moschee und eine Badeanlage.

Qalaat Seman
Qalaat Seman / St. Simeonkloster
Es wurde im 5.Jh.. als Pilgerheiligtum erbaut, an der Stelle, wo der Heilige Simeon schon zu Lebzeiten als Wundertaeter und Weissager verehrt wurde. Er verbrachte 30 Jahre seines Lebens, auf der 20 m hohen Saeule, die heute noch als Stumpf im Zentrum des Hauptgebaeudes zu sehen ist. Dieser Sakralbau besteht aus vier Basiliken, die kreuzfoermig um den Stein gebaut wurden. Der
Heilige Simeon fuehrte jedes Jahr eine 40taegige Fastenzeit durch und starb im Jahre 459 im hohen Alter von 70 Jahren. Fuer die wachsende Pilgerschar wurde das Dorf am Fusse des Klosterhuegels zur Stadt Telanissos ausgebaut, welche heute als eine dieser toten Staedte noch zu sehen ist.