Allgemeine Reiseinformationen für
Reisen nach
Peru / (Nord-)Küste
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Trujillo |
| Rund um Trujillo gibt es etliche Ausgrabungsstätten
der Moche (Huaca del Sol und die Huaca de la Luna) und der Chimú (Chan
Chan, Huaca Esmeralda, Huaca el Dragón). Mit dem Taxi oder Leihwagen
können alle genannten Ausgrabungsstätten an einem Tag besucht
werden. |
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Chan Chan |
| 1300 vom Golf von Guayaquil im heutigen Ecuador bis zur
südlichen Grenzfestung Paramonga ca. 300 km nördlich von
Lima reichte. Eine Ausdehnung von 1200 km. Etwa 500.000 Einwohner zählte
sein Volk. Chan Chan war das wirtschaftliche und politische Zentrum dieses Reiches und Mitte des 13. Jh. mit einer Ausdehnung von 20 qkm eine Weltstadt. Mindestens acht Erdbeben und ebenso viele Überschwemmungen haben die Gebäude dieser Stadt zerstört. Von den Zitadellen, Straßen, Häusern und Pyramiden sind heute nur noch umrisshafte Mauern zu erkennen. Fähige Spezialisten, eine perfekte Organisation und Tausende von Arbeitern waren die Voraussetzungen, um eine Stadt dieser Größenordnung aus der Wüste zu stampfen. In der trockenen Wüstenzone war Trinkwasser lebenswichtig. Deshalb zapften die Chimú den Rio Moche an und leiteten sein Wasser nach Chan Chan. Ein Netz von Kanälen durchzog die Stadt. An zentralen Punkten entstanden Zisternen und riesige Sammelbecken von 130 m Länge und 45 m Breite. Bis zu 75000 hl fassten diese Speicher. Die Wirtschaft des Chimú -Reiches basierte auf Landwirtschaft, Fischerei, Jagd, Handwerk und Handel. Angebaut wurden Mais, Bohnen, Erdnüsse und Kartoffeln, aber auch Baumwolle. So ist es nicht verwunderlich, dass Motive aus Fischerei und Landwirtschaft häufig in der Ornamentik auftauchen. Der Tschudi-Palast ist das am besten erhaltene Gebäude. Zunächst beeindrucken die klaren, rechtwinkeligen Formen und die strenge Symmetrie. Doch verlässt man große Plaza gelangt man in das labyrinthische Gangsystem des Tempelviertels. Die Ornamente stellen die Wellen des Ozeans dar. Die Innenwände waren einst bunt bemalt. Die Reliefs zeigen geometrische Muster, stilisierte Vögel, Fische und andere Meerestiere. Auf Kunst am Bau legten die Architekten der Chimú großen Wert. So hatten sie die Einfassungen des riesigen Zeremonienplatzes oder die Mauern öffentlicher Gebäude mit Ornamenten aus Lehmputz regelrecht tapeziert. Kostbare Vorhänge aus meterlangen Stoffbahnen schmückten die Wände. In den Nischen standen Figuren aus dem Holz des Johannisbrot baum es. Sie haben die Jahrhunderte überdauert. Sie bezeugen, dass das Gebiet um Chan Chan keineswegs immer so wüstenhaft, trocken und baum los war wie heute. In früheren Jahrhunderten standen dort ausgedehnte Wälder einheimischer Baumarten wie Johannisbrot baum , Zapote und Hualtaco. Die Chimú waren die besten Goldschmiede im alten Peru. Als die Inka um 1470 das Königreich Chimor ihrem riesigen Imperium einverleibten, erlernten sie zwar die Metallverarbeitungstechniken des Küstenvolkes, erreichten aber nie den hohen Standard der bewunderten Vorbilder. So ist das meiste, was wir in den Museen Perus an prunkvollen Schätzen bestaunen, beste Chimú -Arbeit. |
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Huaca
el Dragón |
| aussehen. Es wird angenommen, dass dieser Tempel von
den Moche erbaut und später von den Chimu übernommen
wurde. Es gibt nur einen einzigen schmalen Eingang in dieser Umfassungsmauer.
Früher war der geweihte Bezirk allein den Priestern vorbehalten.
Wir schreiten hindurch und stehen völlig unerwartet und von außen
nicht sichtbar vor einem 4 m hohen Gebäudekoloss auf dem sich
eine zweite Plattform von 3 m Höhe erhebt. Die Wände der
Huaca sind über und über mit Lehmreliefs überzogen.
1963 wurden sie restauriert. Einige sind dennoch stark verwittert,
andere dagegen gut erhalten. Das Motiv ist immer dasselbe: Über
einem Opferaltar halten zwei pflanzenhafte Wesen ein Tumi ,
das Opfermesser. Darüber begegnet sich ein Seepferdchenpaar. Eine
doppelköpfige Schlange umfängt, wie ein Regenbogen, die Mittelszene.
Dieses Ungeheuer verkörperte bei den Chimú das
Himmelsgewölbe über dem wogenden Meer. Weitere Schlangen,
Pumas und katzenhafte Vögel sowie eine Schmuckleiste mit tanzenden
Kriegern runden das Dekor ab. Über die Rampe schreiten wir nach
oben auf die oberste Plattform. Von hier blicken wir in insgesamt 14
Speicherkammern. Sie dienten zur Einlagerung der Opfergaben für
den Tempel - von Idol-Statuetten bis zu lebenden Schnecken. Über
die Bedeutung und die Rituale, die hier stattfanden, ist so gut wie
nichts bekannt. Auch der Name wurde dem Tempel von Archäologen
gegeben, wie er von den Moche und Chimu genannt
wurde ist unbekannt. |
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Huaca Esmeralda |
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Hund ohne Haar Der Hund ohne Haar (perro sin pelo) ist eine ganz eigene Rasse. Bei den Chimú wurde er als Mondtier verehrt. Er galt als Seelenbegleiter und Wächter im Jenseits. Heute ist diese Rasse vom Aussterben bedroht, doch das Museum von Chan Chan hat ein Zuchtprogramm ins Leben gerufen. |
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Die Moche waren die Baumeister der höchsten Lehmpyramiden Südamerikas, der Huaca del Sol und Huaca de la Luna. Huaca bedeutet einfach Tempel. Die Lehmziegelpyramiden hatten vermutlich eine multifunktionale Aufgabe und waren keine Mausoleen wie die Pyramiden in Ägypten. Sie waren Heiligtümer und dienten zeremoniellen Zwecken. |
Huaca
del Sol und Huaca de la Luna |
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