Allgemeine Reiseinformationen für Reisen
nach
Peru / Dept. Amazonas
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Chachapoyas (Stadt) |
per Bus von Chiclayo (Flughafen) oder
Tarapoto (Flughafen). |
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Kuélap Die Festung Kuélap liegt 70 km von Chachapoyas entfernt. Die Fahrt führt etwa 2 Std. auf passabler Schotterpiste durch das fruchtbare Tal des Utcubamba. Danach geht es auf einer weniger guten Piste hinauf in die Berge. Wir benötigen weitere 2 Std. um unser Ziel zu erreichen. |
| 1843 wurde sie von einem Pilzsammler entdeckt und ließ danach
Archäologen aus der ganzen Welt zusammenkommen. Man begann, die
Ruinen vom Urwald zu befreien und zum Vorschein kam die 1,5 km lange
Außenmauer dieser riesigen Festungsanlage. Auf einem alles beherrschenden
Felsplateau thront die Zitadelle in 3.000 m Höhe. Von einer bis
zu 20 m hohen Mauer umgeben nimmt die Festung das gesamte Plateau ein.
Die Außenmauer besteht aus bis zu drei Tonnen schweren Kalksteinblöcken.
Nur drei Eingänge gibt es in der Mauer. Es sind 60 m lange Gassen,
die sich konisch verengen und nur jeweils einem Endringenden den Zugang
gestatten. Über drei Stufen erheben sich insgesamt 420 Rundbauten innerhalb des 6 ha großen Areals. Es gibt verschiedene Plattformen, die auf eine Unterteilung in Unter- und Oberstadt schließen lassen. In der Oberstadt lebten vermutlich die Würdenträger mit ihren Familien. Die Rundbauten hatten allesamt Stroh- bzw. Schilfdächer. Wir sind auf den sog. Torreón geklettert. Ein sieben m hoher, auf einer Felsnadel balancierender runder Wehrturm. 2500 Geschosse für Steinschleudern fand man in seinen Arsenalen. Schon Tage im Voraus konnten Feinde gesichtet werden. Durch Signalsysteme mit den Festungen auf umliegenden Bergspitzen konnten sich die Chachapoya verständigen. Die Chachapoya wurden zwar gegen 1470 von den Inka unterworfen, doch Kuélap wurde nie eingenommen. Die Spanier fanden die Festung erst gar nicht. In einem anderen Rundturm wurden Knochen von Pumas, Schlangen und Menschen gefunden. Was hier passiert ist, weiß nach wie vor niemand zu sagen: War es ein Verließ für Übeltäter oder wurden diese Geschöpfe den Göttern geopfert? An einem einzigen Stein dieses Rundturms gibt es ein Gesicht. Es ist einmalig in Kuélap. |
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Begräbnisstätten
der Chachapoya |
Stroh und Kieseln über einem Holzgerüst gefertigt. In einer birnenförmigen Kammer bergen sie jeweils eine in ein Hirschfell gehüllte hockende Mumie. Manche der Statuen tragen auf ihrem helmgekrönten Haupt einen als Tierschädel ausgebildeten zweiten Kopf. Mit ihren längsovalen flachen Gesichtern und den kantigen Nasen kommt uns schon wieder die Erinnerung an die Osterinsel: Die steinernen moais haben ganz ähnliche Gesichter. Pueblo de los Muertos: Pueblo de los Muertos – das Dorf der Verstorbenen. In diesen Häusern wurden ebenfalls die Toten beerdigt, jedoch nicht einzeln wie in Karajia, sondern immer mehrere Personen. Die Toten wurden sorgfältig in Wolle- oder Baumwolltextilien gewickelt. Sie erhielten als Grabbeigabe Dinge des täglichen Lebens: Tongefäße und Waffen. Warum wurden manche Verstorbene einzeln bestattet und andere sozusagen in Massengräbern? Heute ist bekannt, dass die Chachapoya nicht durch die Inka oder die Spanier ausgerottet wurden, sondern die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten ließen sie in Massen sterben. Daher konnten die Menschen nicht mehr einzeln bestattet werden, sondern wurden, vielleicht familienweise in Häusern beigesetzt. Revash: Anders als in Pueblo de los Muertos stehen hier noch vollständige und noch dazu bemalte Grabhäuser. Die Farben sind Originale. Wir lassen unsere Rucksäcke am Fuß der Felsnische liegen, dort oben wären sie nur hinderlich. Wer die Grabbauten näher besichtigen möchte, muss trittsicher und schwindelfrei sein, denn der Pfad ist schmal und direkt am Abgrund. Auf allen vieren hangeln wir unter einem Überhang drunter her, leider ist auch ausgerechnet an dieser Stelle der Weg ausgesetzt, also nichts für schwache Nerven. Doch die Mühe lohnt sich. Die meist viereckigen, auf gleicher Ebene aneinander gereihten Lehmkonstruktionen werden von T- oder kreuzförmigen Öffnungen unterbrochen. Teilweise tragen sie ein Satteldach. In ihrem rot- und ockerfarbenen Dekor fallen Lama-Silhouetten auf – vielleicht ein Hinweis auf die Herkunft der Revash-Menschen oder ein Indiz für die Handelswege. Warum wurden die Toten an so unzugänglichen Plätzen bestattet? Eine Frage – viele mögliche Antworten. Hier hatten sie Ruhe. Für Grabräuber war es schwierig diese Stellen zu erreichen. Die Nischen boten Schutz vor den heftigen und vor allem großen Niederschlagsmengen, die hier, im andinen Bergregenwald niedergehen. Von hier oben hatten die Toten die Lebenden im Blick und konnten sie beschützen. Die Chachapoya hinterließen keine schriftlichen Aufzeichnungen und so stützen sich alle Erkenntnisse der Archäologen auf die gefundenen Grabbeigaben. Doch auch in Revash waren die Grabräuber vor den Archäologen vor Ort und so bleiben auch hier wie im ganzen Norden Perus nur wenige Antworten auf viele Fragen. |
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