Allgemeine Informationen zur Religion
und zum Hinduismus in
Nepal
Religion
Etwa 10% der Nepali sind Buddhisten, die Mehrheit, etwa 87%, bekennt sich zum
Hinduismus. Der König gilt als Wiedergeburt des Gottes Vishnu.
Hinduismus
Im Hindusismus betet jeder Gläubige die Gottheit seiner Wahl
an, wobei Hindus letztendlich aber auch nur an die eine Kraft glauben, an die
göttlich kosmische Kraft des Universums. Diese Kraft ist gestaltlos, dafür
aber auf Erden in zahllosen Gottheiten sichtbar. Diese Götter sind nicht
nur bei den Tempeln zu finden, sie sind vielmehr allgegenwärtig. Sie leben
in Schreinen, Wohnhäusern, im Gassengewimmel, in der Natur und auf fernen
Gipfeln. Es sind Götter zum Anfassen mit denen die Menschen tagtäglich
in Verbindung stehen. Im gesamten Kathmandu-Tal gibt es mehr als 7000 Tempel.
Diese Tempel sind jedoch keineswegs Museumsbauwerke, die nur von Touristen besucht
werden - ganz im Gegenteil. Jeden Tag kommen die Gläubigen hierher, ein
jeder zu dem von ihm am meisten verehrten Gott, um Opfergaben zu bringen und
zu beten. Ein Tempel wird im Allgemeinen als der Platz angesehen, an dem der
Gott der Wahrscheinlichkeit nach am ehesten auf die Erde herabsteigt. Hier bietet
sich dem Gläubigen die Möglichkeit mit der göttlichen Energie
in Kontakt zu kommen.
Götter (Auswahl)
Garnesha
Der elefantenköpfige Gott Garnesha zählt zu den beliebtesten Göttern,
denn Garnesha ist der Gott der Klugheit, des Lebens, der Wissenschaft und der
Politik. Er entfernt Hindernisse, gewährt Wohlstand, Geschäftserfolg
und eine glückliche Reise. Garnesha ist der Sohn von Shiva und Parvati.
Es gibt viele Geschichten wie Garnesha zu seinem Elefantenkopf gekommen sein
soll. Eine davon erzählt, dass Shiva ein äusserst eifersüchtiger
Ehemann gewesen sei. Als er eines Tages von einer langjährigen Reise zurückkam,
traf er im Gemach seiner Frau einen jungen Mann an. Er raste vor Eifersucht
und blinder Wut und schlug dem armen Kerl kurzerhand den Kopf ab. Erst da ließ er
Parvati zu Wort kommen, die ihm gestand, dass es sich um seinen leiblichen
Sohn handele. Shiva war untröstlich und befahl daraufhin, dass das erste
Tier, das vorbeikäme seinen Kopf hergeben müsse - und das war ein
Elefant.
Hanuman
Der Affengott Hanuman spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Im alten indischen
Epos, dem Ramajana, wird die Geschichte von Rama erzählt, dessen geliebte
Gattin Sita von einem bösen Dämonenfürsten entführt wird.
Erst mit Hilfe von Affen, die von Hanuman angeführt werden, gelingt ihm
die Befreiung Sitas.
Krishna
ist der lebensfrohe, jugendliche Hirtengott.
Parvati
ist die Gemahlin von Shiva und verleiht ihm Energie und Stärke.
Shiva
gilt als Schöpfer, Erhalter und Zerstörer.
Vishnu
der Schöpfergott, ist von gütigem und wohlwollendem Charakter. Er
gilt als Hüter und Bewahrer des Dharma, des ewigen Gesetzes. Ist dieses
Gesetz in Gefahr erscheint er auf der Welt, um sie vor dämonischen Gewalten
und dem Untergang zu bewahren. Vishnu hat 10 Inkarnationen - eine davon ist
Narayan. Sie wird in Nepal sehr häufig verehrt. Narayan bzw. Vishnu wird
dargestellt mit vier Armen, in denen er Muschel, Diskus, Keule und Lotossamen
hält. Die Muschel symbolisiert den Ursprung der fünf Elemente, der
Diskus steht für die lebensspendende Sonne, die Keule enthält die
Macht der Zeit und Lotos steht für Kreativität. An der Außenwand
des Königspalastes in Patan begegnen wir Vishnu in seiner Inkarnation
als Löwenmensch. Er tritt als Retter der Welt auf und hat gerade einen
Dämon getötet, dem er jetzt die Eingeweide entnimmt.
Der hinduistische Götterhimmel ist extrem vielseitig, hier werden nur
einige genannt, weitere finden Sie unter: Michael
Reinolds Hompage