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Allgemeine Informationen zu
Religion - Mönchstum - Geisterglauben in Myanmar (Birma, Burma)

Mönche
Mönche
Jeder männliche Myanmar geht mindestens zwei Mal in seinem Leben in ein Kloster. Das erste Mal im Alter zwischen 5 und 15 Jahren, das zweite Mal irgendwann nach Vollendung des 20. Lebensjahres. Für die Prozession der Shin Pu (Novizenweihe) wird der junge Novize wie ein kleiner Prinz gekleidet. Dies geschieht in Anlehnung an die Lebensgeschichte Buddhas, denn bevor er zum Er-leuchteten wurde, war er Prinz Siddhartha Gautama. Auf diese

Weise folgt der junge Novize sym-bolisch den Fußstapfen Buddhas. Nach dem Umzug werden die Jungen ins Kloster gebracht. Dort wird ihnen der Kopf kahl geschoren, die Haare werden von den Eltern in einem weißen Tuch aufge-fangen und zu Hause an einem besonderen Platz aufgehoben. Mindestens sieben Tage bleibt der Novize im Kloster. Ein Mönch besitzt nur wenige Dinge: Gewand, Sandalen, Fächer, Lackschirm und eine schwarze Sammelschale. Mit dieser Sammelschale verlassen die Mönche jeden Morgen das Kloster um von den Bewohnern in der Nähe Essen zu holen. Die Menschen geben den Mönchen gern eine Spende, denn dies ist eine gute Tat, durch die sich Verdienste sammeln lassen. Nach buddhistischem Gesetz (kamma) sind Glück und Leid die Auswirkungen eigener Taten in diesem und in früheren Leben. Im birmanischen Denken ist dieser Glaube tief verwurzelt. Ob persönliche Schicksalsschläge oder kollektiv erlittene Naturkatastrophen: die Menschen ernten, was sie gesät haben. Wer arm oder verkrüppelt ist, hat dies seinem schlechten Handeln in früheren Leben zu zuschreiben. Ebenso wird sich gutes Handeln irgendwann auszahlen. Das typisch burmesische Statussymbol war bis in die Neuzeit weder ein Palast noch ein großes Auto, sondern eine gestiftete Pago-de oder die Bewirtung einiger Hundert Mönche. Jeder Myanmar spendet durchschnittlich 10 % sei-nes Jahreseinkommens in irgendeiner Form dem Kloster.

Nat, Geist
Nats - Geister
Buddha wird als Vorbild und Lehrer verehrt. Hilfreich in das Leben des Einzelnen eingreifen oder gar Wünsche erfüllen kann er jedoch nicht. Diese Aufgabe wird von den Nats, den Geistern, über-nommen. Sie wohnen im Schutz großer Bäume und in kleinen Gebäuden neben der Pagode. Nats werden sehr stark verehrt (siehe Mt. Popa). Man spendet ihnen Geldscheine, die in
zusammengerollter Form in Stirnband, Kleidung oder Hände gesteckt werden.
 
Religion
87% Theravada Buddhisten, 5% Christen, 4% Moslems, 3% Animisten