Allgemeine Informationenzu verschiedenen
Orten in
Myanmar (Birma, Burma)
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Ayeyarwady Der Ayeyarwady ist nicht nur der bedeutendste sondern mit mehr als 2.000 km auch der längste Fluss Myanmars. Zu Beginn des 20. Jh. war die größte Flussdampferflotte der Welt auf diesem Gewässer unterwegs. |
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Bagan / Pagan Die UNESCO hat Bagan zum Weltkulturerbe erklärt und dort nicht weniger als 2.229 Ruinen offiziell registriert. Der Aufstieg Bagans zur seinerzeit größten buddhistischen Metropole der Welt be-gann 1057 mit der Verschleppung von 30.000 Gefangenen durch König Anawrahta (siehe Geschichte Myanmars). Von den hauptsächlich aus Holz erbauten Klöstern, Palästen und Wohnhäusern ist schon |
| lange nichts mehr erhalten, die Überreste der aus
Ziegeln erbauten Monumente des Buddhismus sind jedoch nicht zu übersehen. Ananda-Tempel: Das berühmteste und am meisten verehrte Heiligtum von Bago ist heute der Ananda-Tempel, ein architektonisches Meisterwerk. Sein Name bedeutet Unendliche Weisheit(Ananta Panna), mit der Zeit wurde er aber umgedeutet als Ananda, dem namen von Buddhas Vetter und treuem Schüler. Alte Chroniken berichten, dass der Bau auf Anregung indischer Mönche entworfen wurde. Dhamma-yan-gyi-Tempel: Zu den beeindruckendsten Bauten von Bagan gehört der gewaltige Dhamma-yan-gyi Tempel. Errichtet wurde er etwa Mitte des 12. Jh. unter der Aufsicht von König Nara-thu. Er wollte mit dem Bau den von ihm begangenen Mord an seinem Vater zu sühnen. Die vergoldete Kuppel wird von Dämonen bewacht. Bösen Geistern ist damit der Eintritt verwehrt. Der Tempel ist für sein perfektes Mauerwerk berühmt, das ohne Mörtel zusammengefügt wurde. Die Legende berichtet, dass König Nara-thu jedem Maurer die Hand abhacken ließ, wenn noch eine Nadel zwischen zwei Ziegel passte. Die Kacheln erzählen Episoden aus dem Leben Buddhas. Nyaung U, Shwezigon Pagode: Die goldglänzende Shwezigon-Pagode ist eines von fünf Heiligtümern, mit denen Anawrahta das Gebiet seiner Hauptstadt absteckte. Anawrahta hatte bei seinem Feldzug einen Stirnknochen Buddhas erbeutet und suchte nun nach einem geeigneten und würdevollen Ort, um diese wertvolle Reli-quie zu beherbergen. Als sich der königliche weiße Elefant, der mit der Reliquie beladen war, am Ufer des Ayeyarwady niederkniete, galt dies als göttliches Zeichen. An jener Stelle wurde mit dem Bau der Shwezigon-Pagode begonnen. |
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Bago / Pegu Kyaikpunpagode: Eine weitere Pagode der Superlative ist die aus sitzenden Buddhafiguren bestehende Kyaik pun Pagode (Tschai-Pun) Jeweils 30 m sind die Statuen hoch (1476). Der Legende nach waren vier (Mon) Schwestern eng mit dem Bau verbunden. Es wurde behauptet, wenn eine der vier heiraten sollte, würde einer der Buddhas in sich zusammenfallen. Dargestellt werden die |
| Buddhas unseres Zeitalters: Gautama Buddha und seine Vorgänger
Kakusandha, Konagamana und Kassapa. Schwemawdaw Pagode: Schon von weitem sehen wir unser Ziel - die Schwemawdaw Pagode. Pagoden enthalten oft Reliquien, diese soll ein Haar Buddhas beherbergen. Der Überlieferung zufolge wurde die Schwemaw-daw Pagode 825 erbaut, jedoch beim großen Erdbeben von 1930 völlig zerstört. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Bau in leicht veränderter Form neu errichtet. Die Pagode ist Ausdruck der Erha-benheit, ein Symbol für die Lehre Buddhas. Weder das Gebäude noch die Reliquie im Inneren sind Gegenstand der Verehrung. Schwethalyaung-Buddha: Einer der größten liegenden Buddhas. 55 m ist er lang und 16 m hoch. Zur Entstehungsgeschichte dieses Buddhas erzählt die Legende: Eine wunderschöne buddhistische Prinzessin war in Meditation versunken, als ein Prinz des Weges kam. Es war Liebe auf den ersten Blick. Der heidnische Prinz nahm die Prinzessin mit in sein Heimatland und sie heirateten. Die Prinzessin erhielt einen eigenen Schrein, damit sie dort ungestört beten und meditieren konnte. Dem König, der weiterhin seine heidnischen Götter anbetete, missfiel dies. Er ließ den Prinzen verhaften und wollte die Prin-zessin seinen Göttern zum Opfer bringen. Doch als die Prinzessin auf den Opferaltar gelegt wurde, zerfiel der heidnische Götze zu Staub. Dem König ging ein Licht auf, er bekannte sich sogleich zum Buddhismus und befahl aus Dankbarkeit den Bau dieser riesigen Statue. |
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Inle See Der Inle See ist die Heimat der Inthas, der Söhne des Sees (burmesischer Stamm). Sie lebten einst im Süden des Landes, doch flohen sie wegen ständiger Kriege und Repressalien an den Inle-See. Hier gründeten sie zunächst vier Siedlungen, nach denen der See benannt ist: Inle heißt: See der vier. Mittlerweile sind es 37 Dörfer geworden, etwa 140.000 Menschen leben rund um den See. |
| Fischer:
Im See leben rund 20 verschiedene Fischarten, am häufigsten zappelt jedoch
eine Karpfenart in den Netzen. Selten wiegen die Karpfen mehr als ein Kilo. Da
der See flach (tiefste Stelle 2 m in Tro-ckenzeit) und mit Algen zugewachsen
ist, waren sonst übliche Fischfangmethoden nicht profitabel, und die Söhne
des Sees erfanden ihre eigene Methode: mit einem konisch geflochtenen, 2-3 m
langen Bambuskorb gehen die Inthas zum Fischfang. Das Ruder klemmen sie mit einem
Bein ein, damit eine Hand frei bleibt. Außerdem können sie im Stehen
besser die Wasseroberfläche beobachten. Wenn auf der windstillen Oberfläche
Luftbläschen oder Unterwasserbewegungen zu sehen sind, stoßen die
Fischer an dieser Stelle mit ihrem riesigen Bambuskorb bis auf den Grund. Anschließend
stochern sie mit einem langen Stock in der einen Hand in den von dem Korb abgetrennten
Bereich, um die darin schwimmenden Fische aufzuschrecken. In dem Korb hängt
ein über einzelne Metall-ringe gespanntes Netz, das der Fischer mit der
anderen Hand an einer Schnur hält. Spürt er dass ein Fisch dagegen
stößt lässt er das Netz fallen, und mit Geschicklichkeit und
etwas Glück bleibt der Fisch im Netz hängen, der Korb wird wieder ins
Boot gelegt. Schwimmende Gärten: Eine weitere Besonderheit, mit der die Inthas ihren Lebensunterhalt verdienen, sind die schwimmenden Gärten. Wild wachsende Wasserhyazinthen bilden im Laufe der Zeit einen natürlichen Teppich, in dessen Wurzeln sich der von den Flüssen angeschwemmte Schlamm zu einer Erd-schicht verdichtet. Auf natürliche Weise entstehen so im Laufe der Zeit schwimmende Gärten mit einer ein Meter tiefen Humusschicht. Die Inthas können die Gärten nur vom Boot aus bestellen. Hauptsächlich bauen sie Tomaten, Gurken, Bohnen und Blumen an. Seegras: Leider ist eine Seegrasart auf dem Vormarsch, die nach und nach den See zuwuchert. Man schätzt, dass es den See in 2010 nicht mehr geben wird. Staudämme haben die Flüsse verlangsamt, es gelangen mit dem Strom keine kleinen Kiesel mehr in den See die sich auf dem Grund ablagern können und damit dem Seegras den Nährboden nehmen würden. Nga Phe Chaung Kloster: Mitten im See liegt das Nga Phe Chaung Kloster. Es ist mit 250 Jahren das älteste Kloster am Inle See und wurde komplett aus Holz gebaut. Die Attraktion des Klosters sind jedoch die Katzen. Ein Mönch, der hervorragend Englisch spricht, hat einigen Katzen beigebracht durch einen Reifen zu springen. Den Touristen macht es Spaß zuzuschauen und wenn sie das Kloster verlassen geben sie gern ein paar Chat in die Spendenkasse. Shwe-yan-byei-Kloster: Das ebenfalls aus Holz gebaute Shwe-yan-byei -Kloster liegt auf dem Festland. Eine Besonderheit sind die ovalen Fenster, die in Myanmar einzigartig sind. |
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Kyaiktiyo-Pagode
- Goldener Felsen Der Pilgerweg von Kinpun zur Kyaiktiyo-Pagode ist 13 km lang, etwa 1.000 Höhenmeter sind zu überwinden. Laufzeit: ca. 4-6 Stunden. Essen und Getränke können unterwegs gekauft werden. Bei dem Goldenen Felsen handelt es sich um einen komplett vergoldeten Stein, der ein Stück über dem Abgrund hervorsteht, |
| jedoch nicht herunterfällt. Auf dem Stein wurde
eine kleine, eher unscheinba-re, Pagode errichtet. Die Legende erzählt,
dass der Felsbrocken nur deshalb seine genaue Balance hält, weil
sich ein exakt platziertes Haar von Buddha in der Pagode befindet.
König Tissa erhielt das Haar im 11. Jh. von einem Eremiten. Er
bekam die Anweisung einen Felsbrocken zu suchen, der dem Kopf des Eremiten ähnlich
sähe. Dort solle er eine Pagode errichten und das Haar Buddhas
hineinlegen. Der König fand den Felsen auf dem Grund des Meeres
und brachte ihn auf wundersa-me Weise mit einem Boot in seinen heutigen
Platz. |
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Mandalay Mandalay ist die alte Königsstadt. Das moderne Mandalay hat zwei Gesichter: als geschäftige, zweitgrößte Stadt Myanmars entwickelt sich Mandalay immer mehr zu einer unansehnlichen, modernen Wirtschaftsmetropole, zum anderen ist es eine Stadt der Klöster, Mönche und zahlreicher Kunsthandwerker wie Bronzegießer, Steinmetze, Holzschnitzer und Goldplättchenschläger. |
| Kuthodaw Pagode:
Am Fuß des Mandalay-Berges liegt die Pagode der königlichen Verdienste.
Sie wurde im Auftrag von König Mindon errichtet (1868) und später mit
729 kleinen Pagoden umgeben. Die Pagode wird von (Chintei-Statuen) Wächterlöwen
bewacht. Mit richtigen Löwen weisen diese Tiere kaum Ähnlichkeiten
auf, da die Künstler Löwen wohl nur aus Erzählungen kannten. So
entstanden diese Fabelwesen Chinteis werden sie genannt. 1871 hatte König
Mindon die fünfte buddhistische Weltsynode nach Mandalay einberufen, in
deren Verlauf man sich auf eine einheitliche Fassung der heiligen Schriften einigte.
Früher wurden die kanonischen Schriften der Theravada-Buddhisten auf Palmblätter
geschrieben und in Körben aufbewahrt (Tipitaka).Doch in Mandalay gab es
729 kleine steinerne Pagoden, ein viel sicherer und beständiger Aufenthaltsort
für die Schriften. Deshalb setz-ten sich 2.400 Mönche sechs Jahre lang
an die Arbeit und schrieben die überarbeitete Fassung der heiligen Schriften
auf Marmortafeln. Sie schufen damit das größte Buch der Welt. Mandalay Berg: Auf dem Hügel weilte einst Buddha, deshalb gilt der Berg seit alter Zeit als heilig. Die meisten die-ser Heiligtümer und Klöster entstanden zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Zwei mächtige Chinthei-Figuren markieren den Aufgang des 1.729 Stufen umfassenden Pilgerpfades. Stadtpalast: Die Mauern des Stadtpalastes sind noch gut erhalten und von einem 52 m breiten Wassergraben umgeben. Die Länge der Mauer entspricht genau den Jahren, die seit Buddhas Tod bis zur Stadtgründung vergangen waren. Der große Palast wurde im 2. Weltkrieg zerstört, nur die Mauer blieb erhalten. Shwenandaw Kloster: Das einzige Palastgebäude, das die britischen Granaten überlebt hat, gehört heute zum Shwenandaw Kloster. In dem prachtvollen Teakholzbau starb König Mindon, sein Nachfolger stiftete das Gebäude an ein Kloster. Das Gebäude wurde nach außerhalb des Palastes verlagert und blieb so als kleiner Teil des Palastes von der Zerstörung ausgespart. |
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Mawlamyine / Moulmein Mawlamyine ist mit 300.000 Einwohnern die 4. größte Stadt Myanmars. Einst war sie die Hauptstadt des Britischen Birmas. Die Briten holten sehr viele Inder ins Land, von denen die meisten moslemischen Glaubens waren. Es entstanden etliche Moscheen, so auch die Sulati Moschee. |
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Mingun Mingun war zwar niemals eine Königsstadt, kann aber dennoch mit interessanten Sehenswürdigkeiten aufwarten. König Boddawhpaya begann in Mingun mit dem Bau der größten Pagode der Welt. Obwohl der Bau nach dem Tod des Herrschers im Jahr 1819 eingestellt wurde, sind die unvollendeten, aber dennoch beeindruckenden Überreste dieses Mammutprojekts bis heute erhalten. |
| Mingun-Pagode:
Dieses Bauwerk spiegelt den Höhepunkt der Macht König Bodawhpayas.
Er hatte große Pläne, denn er wollte Siam, China und Indien erobern.
Nach acht Jahren Krieg musste Bodawhpaya die Grenzen seiner Macht erkennen. Er
schloss Friedensverträge mit Siam und der Kaiser von China sandte als Geschenk
für den König einen Zahn Buddhas. Für diesen Zahn beschloss Bodawhpaya
das größte buddhistische Heiligtum der Welt zu erbauen. Für dieses
ehrgeizige Projekt hatte der König 50.000 Küstenbewohner (Arakaner)
zwangsrekrutiert und verschleppt. Andere konnten der Sklaverei entkommen und
flohen nach Westen in das von den Briten kontrollierte Gebiet. Die da-durch geschaffene
Spannung führte zum ersten anglo-burmesischen Krieg und zum Niedergang Königs
Bodawhpayas. Bei einem Erdbeben im Jahre 1838 stürzte die Reliquienkammer
der Pagode ein. |
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Mt. Popa Auf diesem 1.500 m hohen Berg hausen die mächtigsten Geister Myanmars. Geister werden als Nats (siehe auch Allgemeine Landesinformationen) bezeichnet. Eine Legende berichtet: die wun-derschöne Jungfrau Popa Medaw ernährte sich von den Blumen, die rund um den Mt. Popa wach-sen. Wegen dieser Blumen schickte König Anawrahta täglich seinen Krieger Byat Ta zum Mt. Popa, um dort für den Königshof einige Blumensträuße zu pflücken. |
| Die Jungfrau und der Krieger begegneten sich, verliebten
sich und heirateten. Sie lebten zurückgezogen und zufrieden auf
dem Mt. Popa. Das Glück schien vollkommen als ihre Zwillingssöhne
zur Welt kamen. Doch dann starb Byat Ta und der König befahl die
Zwillingssöhne an seinen Hof. Popa Medaw starb kurz darauf an
gebrochenem Herzen und wurde zu einem Nat, ebenso wie ihr Mann und
ihre beiden Söhne. Die meisten Geister sind historische Persönlichkeiten,
wie etwa unter tragischen Umständen gestorbene oder ermordete
Könige, Prinzen und Prinzessinnen. Seit der Zeit Königs Anawrahtas
ist die Anzahl der historischen Nats offiziell auf 37 beschränkt.
Der König wollte dadurch den Geisterglauben zumindest begrenzen
und in die buddhistische Kosmologie integrieren, da die Theravada-Mönche
ihn nicht ausmerzen konnten. |
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Pindaya Es gibt eine schöne Legende zur Gründung des Ortes. Als sich sieben Feen einstmals in der großen Höhle von Pindaya ausruhten, tauchte plötzlich eine monströse Spinne auf. Blitzschnell verschloss sie den Eingang mit ihrem Netz; die Feen waren gefangen und fürchteten um ihr Leben. Zufällig kam ein Prinz in die Nähe der Höhle und hörte die verzweifelten Hilferufe. Die älteste und klügste Fee bat den Prinz um Hilfe; als Dank |
sollte er die jüngste und hübscheste Fee zur Frau erhalten.
Als der Königssohn die Spinne, auf burmesisch pingu, mit einem
Pfeilschuss getötet hatte, rief er freud-voll „pingu-ya“, die
Spinne ist getötet. Davon leitet sich der Stadtname ab: Pindaya.
Die Bewohner Pindaya sehen sich noch heute als Nachfahren aus der
Liaison des Prinzen und der hübschen Fee. Die Höhle entwickelte
sich mit der Zeit zu einem buddhistischen Heiligtum, in dem die Menschen
aus der Umgebung Buddhafiguren aufstellen – nach der letzten Zählung
sind es mehr als 8.000. |
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Yangon
/ Rangoon |
an dem Platz, wo heute die Sule-Pagode steht. Während sie über den geeigneten Ort für die wertvollen Haare beratschlagten, erschien der Sule Nat. Er führte die Menschen zu seiner geheiligten Wohnstätte auf einem Hügel, auf der alsdann die Shwedagon Pagode errichtet wurde. Shwedagon Pagode: Oben angekommen, stehen wir auf der breiten Terrasse und sind überwältigt. Die Legende berichtet weiter über die Entstehungsgeschichte: Als die beiden Kaufleute (siehe Sule Pagode) mit den nur noch vier Haaren Buddhas in ihrem Kästchen vom Sule Nat geführt den (Theingottara) Hügel erreicht hatten, öffneten sie den Behälter. Auf wundervolle, unerklärliche Weise waren wieder alle acht Haare vorhanden. Ein Blüten- und Edelsteinregen setzte ein, die Blinden konnten wieder sehen, die Tauben hören und die Lahmen wieder gehen. Für diese wundervollbringende Reliquie errichtete man die erste Pagode Burmas: die ursprünglich nur neun Meter hohe Shwedagon. Schon früh pilgerten Könige und einfache Gläubige hierher. Im 15. Jh. wird erstmals überliefert, dass eine Herrscherin ihr Körpergewicht in Gold aufwiegen ließ und es der Pagode spendete. Der nächste Herrscher ließ nicht nur sich selbst sondern zusätzlich seine Frau wiegen und spendete das Vierfache des gesamten Gewichts. Dank dieser Patronage erreicht sie bereits 1774 ihre heutige Höhe von knapp 100 Metern. An ihrer Basis wurde eine breite Terrasse angelegt, auf der zahlreiche kleinere Pagoden Platz fanden. Die gewaltige Pagode erhebt sich nun aus seinem Wald kleinerer Stupas und Tempeltürme. Die obere Hälfte der Pagode wurde seit Beginn des 20. Jh. mit mehr als 10.000 Goldfolien verkleidet, deren Gewicht alleine rund eine Tonne Gold ausmacht. 72 kleine Tempel stehen rund um das Heiligtum. Dazwischen stehen Elefanten- und Löwenfiguren, wohlwollende Nats und furchterregende Dämonen, die Feinde der buddhistischen Lehre abschrecken sollen. Nach den acht Himmelsrichtungen ausgerichtet beherbergt die Schwedagon kleine Altäre für die Planetengötter. Die größte Bedeutung für das eigene Leben kommt dem Wochentag der Geburt und dem entsprechenden Planetengott zu, der den Charakter bestimmt und bei allen Widrigkeiten des Lebens Beistand leistet. Viele Pilger sehen wir beim Altar ihres Geburtswochentages Wasser über die Buddhafigur gießen. Es ist ein Ausdruck der Verehrung und symbolisiert auch die Oberhoheit der buddhistischen Lehre. |
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