Allgemeine Reiseinformationen für Reisen
nach
Myanmar (Birma, Burma)
Betel
Das Kauen der Betelnüsse ist im ganzen Land beliebt. Das in der Nuss befindliche
Alkaloid wirkt verdauungsfördernd, leicht stimulierend und gibt ein Gefühl
des Wohlbefindens. Außerdem tötet es bestimmte Würmer ab, die
sich eventuell im Darmtrakt eingenistet haben. Die Blätter (Betelpfeffer-blatt)
werden mit einer Kalkpaste bestrichen, hinzu kommen Pfefferminze, Gewürze
und kleine Stücke der Betelnuss. Diese Mischung wird möglichst lange
im Mund gehalten. Durch die roten Gerbstoffe der (noch nicht ganz reifen) Nuss
färbt sich der Speichel rot. Jahrelanger Genuss kann jedoch schwere Entzündungen
im Mund ja sogar Zungen- oder Mundkrebs hervorrufen.
Einreise
Für die Einreise nach Myanmar ist ein Visum erforderlich, das bei der Botschaft
der Union Myanmar (Zimmerstraße 56, 6. Etage, 10117 Berlin, Tel. 030–206
15 710, Fax: 030–206 49 757, E-Mail: emb.my.berlin@t-online.de, Bürozeiten:
Mo - Fr 09.30-16.30 h) in Berlin beantragt werden muss und gegen Zahlung einer
Gebühr (derzeit ca. 25 Euro für ein Touristenvisum) normalerweise in
angemessener Zeit auch ausgestellt wird. Der Zwangsumtausch für Einzelreisende
existiert nicht mehr. Stand: Janur 2004.
Einwohner
45 Millionen. Davon : 65% Burmesen, 10% Shan, 7% Karen, 4%
Rakhine und Chin, Kachin, Mon, Chinesen, Inder und assamesische Minderheiten.
2,1% Wachstumsrate.
Geld / Umtausch
Weder bei Ein- noch bei Ausreise dürfen Noten und Münzen der Landeswährung
mitgeführt werden. In Myanmar werden Kreditkarten als Zahlungsmittel nicht
akzeptiert. Das Ziehen von Bargeld per Kreditkarte bei Banken o.ä. ist ebenfalls
nicht möglich. Reiseschecks können nicht eingelöst werden. Es
sind deshalb unbedingt ausreichend Barmittel in US-Dollar (neue Scheine) mitzubringen.
Euro in bar können nur bei der Myanmar Foreign Trade Bank in Yangon und
bei deren Filiale am Flughafen getauscht werden.
Geografie
Myanmar grenzt im Westen an Bangladesch, im Norden an Indien und China und im
Osten an Laos und Thailand. Myanmar ist mit 671.000 km² fast doppelt so
groß wie Deutschland.
Impfungen
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt Schutz gegen Tetanus,
Diphtherie, Polio und Hepatits A. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt,
Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut, Typhus und evtl. gegen
Japanische Enzephalitis sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch
mit dem Impfarzt sollten diese und andere Fragen entschieden werden. Infos: www.fit-for-travel.de oder
Centrum f. Reisemedizin (CRM), Düsseldorf: www.crm.de Eine
gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet
verlangt.
Prophylaxe : Viele Infektionserkrankungen (auch Magen- und Darminfektionen)
können durch entsprechendes Verhalten vermieden werden. Es sollten nur
abgekochte oder geschälte Speisen gegessen werden, auf Salate und auf
mit Eiswürfeln gekühlte Getränke sollte verzichtet werden. Zu
den in Myanmar verbreiteten Tropenkrankheiten gehören Malaria und Denguefieber.
Konsequenter Mückenschutz (Mückenabwehrmittel, die bereits aus dem
Ausland mitgebracht werden, Moskitonetz, bedeckende helle Kleidung) ist erforderlich.
Medikamente gegen Malaria sind sinnvoll, sie müssen im Beratungsgespräch
vor der Reise mit dem Tropenarzt individuell festgelegt werden.
In Notfällen
kann Rat bei der SOS-Klinik (Myanmar SOS International Ltd, Inya Lake Hotel,
37 Kaba Aye Pagoda Road, Mayangone Township, Yangon, Tel. +95-1-667877 (24h
Alarm), oder +95-1-667871 bzw. 667879, Fax +95-1-667866, (www.internationalsos.com)
in Yangon eingeholt werden, die auch Rettungsflüge organisiert.
Alle Angaben ohne Gewähr.
Kleidung
Die traditionelle Kleidung der Myanmar, sowohl der Männer als auch der Frauen,
ist der Longyi. Er besteht aus einem langen Stück Stoff, das um die Hüften
geschlungen wird. Männer tragen meistens karierte Stoffe, Frauen ziehen
bunte, farbenfrohe Muster vor.
Klima
In Myanmar herrscht tropisches Monsunklima mit drei unterschiedlichen Jahreszeiten.
Die trockene, kühle Periode von November bis Februar (mittlere Tagestemperatur
in Yangon 23°C) abends kann es im Bergland (z.B. Mandalay) kühl werden.
März bis Mai ist die heiße Zeit (40°C und dar-über). Mitte
Mai bis Ende Oktober ist Regenzeit, d.h. hohe Luftfeuchtigkeit bei immer noch
großer Hitze.
Landesname
Birma sagen die Deutschen; die Schweizer sprechen von Burma und die Menschen
jenes Landes in Hinterindien nennen ihre Heimat: Myanmar.
Regierungsform
Militärdiktatur
Schminke - Thanka
Das Holz des Thanakabaumes dient zur Herstellung der burmesischen Schminke. Die
weiche äuße-re Rinde wird auf einem Wetzstein unter Zugabe von etwas
Wasser zu Paste gemahlen. Diese Paste wird auf das Gesicht oder auf den ganzen
Körper aufgetragen. Sie dient als eine Kombination aus Sonnenschutz, Schnellkur
für die Haut und Schminke.
Wirtschaft
Hauptprodukte: Teakholz, Reis, Jute und illegal Mohnsamen für Opium.
Hauptexportpartner: Singapur, Thailand, China, Japan, Indien