Allgemeine Reiseinformationen: Orte und Paläste in Ladakh
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Leh An dem Schnittpunkt der alten Karawanenwege zwischen dem inneren und vorderen Asien war Leh von jeher ein Haltezentrum und Treffpunkt der Völker aus Yarkand, Tibet, Kulu, Kaschmir und Baltistan. Leh zählt kaum mehr als 13000 Einwohner. 1974 öffnete sich Ladakh für den Tourismus und heute kommen etwa 15.000 Reisende pro Jahr hierher. Auf ihre Bedürfnisse haben sich die Geschäftsleute von Leh schnell eingerichtet. Neben Internet- |
Cafes gibt es deutsche Backwaren, Pizza, Falafel
und Espresso.
Auf einem steilen Hügel oberhalb des Stadtkerns thront der alte Königspalast. Die gewaltige Königsburg bildete etwa seit dem Jahr 1600 bis zum Niedergang der ladakhischen Selbstständigkeit im 19. Jh. das politische Zentrum. Der Löwenkönig Sengge Namgyal hatte sich damals entschlossen, seine Hauptstadt nach Leh zu verlegen. Den neunstöckigen Palast mit seinen 100 Zimmern ließ er ganz im Stil des Potalapalastes von Lhasa anlegen. Seitdem die Königsfamilie nach ihrer Entmachtung im Jahre 1843 in das benachbarte Stok umziehen musste, ist das Gebäude leer und verfallen. Dem Archaeological Survey of India gehört der Palast heute und Architekten wie Bauarbeiter sind derzeit mit der Restaurierung des Gebäudes beschäftigt. Trotzdem kann er besichtigt werden. |
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Palast
von Shey Der königliche Palast von Shey. Übersetzt heißt Shey Glas oder Kristall. Den Namen erhielt die Burg auf Grund der hellen Farbe der Gesteine, auf der sie vor etwa 1.000 Jahren erbaut wurde. Auch nach der Verlegung des Regierungssitzes nach Leh genoss der Palast von Shey als Sitz des Staatsorakels weiterhin Bedeutung. Bis zur indischen Okkupation Ladakhs (1834) bestimmte ein uralter Brauch, dass die Königinnen nur in Shey ihre |
Kinder
gebären durften.
Hinter den mächtigen Palastmauern liegen der Tempel und die
Versammlungshalle. |
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Palast
von Stok Zu Füßen des schneebedeckten Stok Kangri (6.120 m) liegt der Palast von Stok. Der Name Stok stammt von einer früher hier stehenden Stupa, deren vergoldete Krone ein Reliquienkasten war. Obwohl das Gebäude 77 Zimmer hat, wirkt der Palast weniger wie ein Königssitz, sondern eher wie ein bescheidenes Domizil eines Adeligen. Als Zweitresidenz war es zunächst auch |
gedacht, als
er Ende des 19. Jh. erbaut wurde. Heute erfüllt die Königsfamilie nur noch
repräsentative Aufgaben. Allerdings wurde die Königin von
Stok 1977 als einzige Vertreterin von Ladakh ins indische Parlament
gewählt. Im Palast wurden etliche Räume als Museum eingerichtet,
in dem einige edle Teile aus dem königlichen Besitz ausgestellt
sind, darunter Bilder und wertvolle Schmuckstücke der Königin,
wie der mit 450 Türkisen besetzte Krönungsperak. |
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