Allgemeine Informationen zu buddhistischen Klöstern (Gompas) in Ladakh
Ladakhische Klöster
bestehen u.a. aus: Schutzgottheitentempel (Gonkhang), Versammlungsraum
(Dukhang), Gotteshaus/Tempel (Lhakhang), Küche, Klosterhof,
Wohnhäusern und Sockelbauwerk. Der Schutzgottheitentempel ist äußerlich
meist am dunkelroten Anstrich erkennbar. Er ist Heimstatt für
die zornvollen Erscheinungen der Schutzgottheiten. deren Aufgabe
ist es, das Kloster oder die Siedlung vor allen Dämonen, Feinden
der Religion, widrigen Naturerscheinungen und Epidemien zu bewahren.
Der Versammlungsraum ist eine geräumige, oft zweigeschossige
Halle für die täglichen Zusammenkünfte der Mönche.
Als Gotteshaus wird jeder Raum bezeichnet der dem Gebet gewidmet
ist. Ausgestattet ist der Tempel meist mit einem Standbild der
verehrten Wesenheit an bevorzugter Stelle.
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Alchi Das Kloster Alchi ist ein Juwel unter den Klöstern Ladakhs. Die 1.000 Jahre alten Tempel bergen einige der wertvollsten Kunstschätze im gesamten Westhimalaya. Berühmt sind die hervorragend erhaltenen Wandmalereien, die eine fast völlig untergegangene Kultur widerspiegeln – die Kultur des Königreiches von Kaschmir, die vor einem Jahrtausend in Ladakh dominierte. Der fast 5 m hohe Maitreya Buddha (des kommenden |
Zeitalters) wurde
vom 1. Abt errichtet. Die Wände zieren Malereien mit Miniaturbuddhas.
Eine Meisterleistung stellt das Holzportal dar, das nach der Vorlage
nordindischer Hindutempel geschnitzt wurde. Holzschnitzereien sind
an ladakhischen Tempeln eine Seltenheit. |
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Hemis Erbaut zu Anfang des 17. Jhs. Mit 500 Mönchen das größte und reichste Kloster von Ladakh. Es wurde von ca. 350 Jahren gegründet. Der damalige König Sengge Namgyal lud den Heiligen Tagtsang Repa nach Ladakh ein und bot ihm an, an einer beliebigen Stelle ein Kloster zu gründen. Tagtsang Repa wählte für Hemis ein ganz verstecktes Seitental. Dank dieser Lage ist Hemis des öfteren Plünderungen feindlicher Armeen entgangen und |
konnte
deshalb einen großen Teil seines Reichtums bewahren. Hemis
ist berühmt für sein Klosterfest. Die Berühmtheit
von Hemis wurde durch ein Fehlurteil des russischen Reisenden Notowitsch
aus dem Jahre 1887 vermehrt. Der Forscher behauptete damals, er
habe in Hemis ein altes, in Pali verfasstes Manuskrift gesehe,
aus dem hervorgehe, Christus sei im Alter von 14 Jahren auf dem
Seewege nach Indien gekommen und habe weitere 14 Lebensjahre in
Indien verbracht, davon auch lange Zeit in Hemis. Gründliche
Recherchen verschiedene Forscher konnten jedoch kein solches
Dokument zutage bringen.
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Lamayuru In der Ebene soll in grauer Vorzeit ein See gewesen sein, bis ein buddhistischer Wanderasket eines Tages vorbeikam und die Schlangengeister bezwang, die im See hausten. Er opferte ihnen zunächst einige Reiskörner, die sich dann auf der Wasseroberfläche schwimmend auf wundersame Weise zu einem rechtsdrehenden Hakenkreuz, einer Swastika, formierten. Die Swastika war das Zeichen des Buddha Shakyamuni. Daraufhin |
mussten sich
die Schlangen geschlagen geben und ergriffen, als schlammbedeckte
Löwen verkleidet, eilends
die Flucht. Somit waren die alten Bongeister besiegt, das Wasser
floss ab und auf einer Bergnase wurde das Kloster Lamayuru errichtet.
Das geschah etwa im 11. Jh. Lamayuru hat eine bewegte Geschichte
hinter sich. Nach fast 1000 jähriger Selbstherrschaft Ladakhs überfielen
im 19. Jahrhundert die indischen Dogras das politisch geschwächte
Ladakh und eroberten es. Die Folge davon waren die Konfrontation
mit dem Hinduismus und dem Islam, Kunstraub und Zerstörung.
Ladakh gehört seitdem zu den indischen Bundesstaaten Jammu und
Kashmir. Heute leben etwa 200 Mönche des Rotmützenordens
in Lamayuru. Die Äbte von Lamayuru galten als Reinkarnationen
des Großlamas Togdan Rinpotsche und stellten bis ins 15 Jh.
vor allem die geistlichen Berater der Regenten. Sicherlich als Folge
daraus genossen sie unter anderem das seltene Recht, alle Verbrecher
von ihren Verfehlungen freisprechen zu dürfen, falls diese
den heiligen Platz von Lamayuru unbeschadet erreichen konnten. |
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Leh Auf dem Tsenmo-Hügel gibt es neben dem Palast von Leh etliche sehenswerte Tempel: Lhakhang (Tempel) Soma und Lhakhang Marpo, Avalokiteshvara Lhakhang. |
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Likir |
gehört es zu den ältesten Klöstern
Ladakhs. Seit einigen Jahren wird der Besucher von Likir von dieser
riesigen Maitreya -Statue empfangen. |
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Spituk Spituk ist das Zentralkloster des Gelbmützenordens. Nachdem der Magier Nyimagun den Klosterhügel durch seinen Segen vor Angriffen von Geistern und Dämonen geschützt hatte, ließ der König Ö De von Guge im 11. Jh. hier einen ersten Tempel errichten. |
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Thikse Thikse liegt 19 km südöstlich von Leh. Thikse liegt auf einem Hügel in der weitläufigen Indusebene und gleicht einer Miniaturausgabe des Potala in Lhasa. Unzählige weiße Tschörten säumen den Weg. Heute leben etwa 100 Mönche des Gelbmützenordens in Thikse. Sehenswert sind vor allem der Versammlungsraum, die Thankaräume, der Maitreya-Tempel und der Raum der |
Schutzgötter.
In Thikse wird regelmäßig eine Morgenpuja abgehalten
an der ein großer Teil der Mönche teilnimmt.
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