>Reise >Länderinfos >Israel >Orte

 

Allgemeine Reiseinformationen für Reisen nach
Israel

Akko, Hafen
Akko
Bereits im 19. Jh. v.Chr. wurde Akko in aegyptischen Texten erwaehnt. Die Entwicklung der Stadt als wichtiger Handelsplatz begann (2. Jh. v. Chr.) unter den Ptolemaeern, denen zahlreiche weitere Herrscher folgten. Die heutige Altstadt und die maechtigen Mauern von Akko gehen, bis auf wenige Ausnahmen, auf Pascha Ahmed el Jezzar zurueck, also auf das spaete

18 Jh. Die einst maechtige Stadtmauer wird heute von einer gepflegten Parkanlage umgeben. Teilweise ist diese durch Graeben und eine zweite Mauer nochmals gesichert. Diese Landmauern hielten trotz 3monatiger Belagerung den Angriffen Napoleons stand. Spaeter wurden sie weiter ausgebaut. Die Nordostecke der Mauer beherrscht eine maechtige (Bastion Burj el Kummander). Zum Meer hin war Akko durch die gewaltige, noch heute beeindruckende, Seemauer geschuetzt, die auf Fundamenten der Kreuzfahrer ruht. Die Suedspitze bildet eine weitere Bastion (Burj es Sanjak), neben der sich ein Leuchtturm (18.Jh.) erhebt. Die Mauer setzt sich an der Seeseite fort. Wir gehen vorbei an der Johanniterkirche (die von den Franziskanern 1737 erbaut wurde). Vermutlich steht sie auf den Ruinen einer Kirche aus der Kreuzfahrerzeit. Die Hafenmauern sind die einzigen noch aus der Kreuzfahrerzeit erhaltenen Mauern. Unter der Zitadelle befindet sich die sog. Kreuzfahrerstadt, das einstige Hauptquartier des Johanniterorden. Die Saele liegen heute etliche Meter unter dem Strassenniveau. Die sog. Krypta des hl. Johannes war das Refektorium des Ordens, vielleicht auch der Zeremoniesaal. Direkt neben der Zitadelle befindet sich die Ahmed-Jezzar Moschee, die von Ahmed el Jezzar an der Stelle einer Kreuzfahrerkathedrale erbaut wurde. Als einzige Moschee in Israel besitzt sie eines jener hohen schlanken Minarette, die fuer den tuerkischen Rokoko typisch sind.

Baniyas
Baniyas
Baniyas ist das Stadtgebiet des ehemaligen Caesarea Philippi. Der Ort wurde bislang archaeologisch kaum erforscht. Nach dem neuen Testament erreichte Jesus von Nazareth Caesarea Philippi und uebergab hier Petrus den Schluessel fuer Himmel und Erde. So wurde die Quelle des Baniyas zum Anziehungspunkt fuer christliche Pilger aus aller Welt. Neben der Baniyasquelle, die in
einer Hoehle entspringt, gibt es einige Nischen, die waehrend der griechischen Herrschaft Statuen des Gottes Pan und anderer Naturgottheiten enthielten. Heute ist das Gebiet ein herrliches Naturreservat in dem u.a. Bachweiden, Granataepfel, Feigen- und Lorbeerbaeume gedeihen.
Bar'am Synagoge
Bar'am
In Bar'am stand einst eine grosse Synagoge. Der Sturz ueber dem Hauptportal zeigt wahrscheinlich zwei Siegesgoettinnen, die einen Kranz tragen. Leider wurden sie von Bilderstuermern ausgemeisselt, so dass nur noch der Kranz erkennbar ist. Darueber spannt sich ein Weinrebenfries. Die rechteckigen Fenster ueber den Seitenportalen sind von kleinen
Schmuckgiebeln mit Rankenwerk gekroent. Der Innenraum war durch Saeulenreihen in ein breites Mittelschiff sowie zwei Seitenschiffe gegliedert. An beiden Laengswaenden zogen sich steinerne Sitzbaenke entlang. Eine breite Saeulenhalle beschattete die Eingangsterrasse. Kaum 100 m von der Synagoge entfernt, steht die Maronitenkirche. Bei den Maroniten handelt es sich um eine mit Rom vereinigte Gruppe orientalischer Christen, die vor allem im Libanon stark vertreten ist. Das Dorf der Maroniter ist voellig zerstoert; die Siedlung wurde 1928 aufgegeben.
Geburtskirche
Betlehem
Hier salbte Samuel David zum Koenig der Juden und hierher reisten nach dem Bericht des Evangelisten Lukas, Joseph und Maria zur Volkszaehlung, hier wurde Jesus geboren. So gehoert die Geburtskirche zu den Hauptsehenswuerdigkeiten. Auf drei Seiten wird sie von festungsaehnlich wirkenden Klostermauern
umschlossen. Unter der Kirche befindet sich die Grotte, die schon seit fruehchristlicher Zeit als Geburtsstaette Jesu gilt. Fussboden und Waende der von zahlreichen Ampeln ausgeleuchteten Grotte sind mit Marmor verkleidet.
Bet She'arim
Bet She'arim
Über viele Jahrzehnte war Bet She'arim das geistig-religioese Zentrum der Juden, mit der bedeutendsten juedischen Nekropole des 2. und 4. Jhs. Von der grossen Synagoge sind jedoch nur noch die Fundamente zu sehen. Weit beeindruckender sind die 26 Katakomben von denen bislang nur 2 fuer die Öffentlichkeit zugaenglich sind. Alle Katakomben besitzen in die Felsen
eingeschnittene Korridore oder einen Vorhof. Durch Steintueren sind sie verschlossen. Die Kalksteintuer des linken Portals aus Monolithen ist so raffiniert bearbeitet, dass man eine eisenbeschlagene Holztuer zu sehen glaubt. Diese Katakombe besteht aus 26 Raeumen und birgt rund 130 Kalksteinsaerge. Durch lange Gaenge sind die einzelnen Raeume miteinander verbunden. Saemtliche Sarkophage waren schon vor ihrer Entdeckung beraubt und vielfach auch beschaedigt worden. Die Sarkophage tragen wunderschoene Verzierungen und Inschriften, die auf die Herkunft der Verstorbenen weisen. Sie kamen aus Sidon, Beirut, Antiochia, Palmyra, Ägypten und Suedarabien. Die Katakomben von Bet Shearim wurden 1936 von dem Forstaufseher Zayd entdeckt. Zwei Jahre spaeter fiel Zayd lokalen Kaempfen zwischen israelischen Siedlern und moslimischen Arabern zum Opfer.
Caesarea Maritima
Caesarea
Einst die schoenste und praechtigste Stadt, die Herodes der Grosse erbauen liess. Von dem alten Hafen aus startete Paulus mehrere seiner Missionsreisen. Auf der kuenstlich angelegten Akropolis lag der Palast von Herodes sowie ein Tempel fuer Augusta und Roma. Das freistehende Theater mit dem Blick auf 's Meer als Kulisse konnte bis zu 5.000 Zuschauer aufnehmen. Im
4. Jh. wurde die Orchestra durch ein grosses Halbrund nach hinten erweitert, um Platz fuer Tierhetzen und Gladiatorenkaempfe zu schaffen Im 12. Jh. zog Richard Loewenherz in das verlassene Caesarea ein und baute es unter Zuhilfenahme der frueheren Truemmer wieder auf. Am eindruckvollsten sind die dicken Mauern der Kreuzfahrerstadt. Als Vorbild dienten ihnen die byzantinischen Mauern Konstantinopels, das zu jener Zeit die staerkste Festung der christlichen Welt war. Das Haupteingangstor war ein hohes Torhaus mit Kreuzrippengewoelben, das durch Vorkammern, einem winkelfoermigen Torgang, gesichert wurde. Das heute sichtbare Hafenbecken war einst der Kreuzfahrerhafen. Der Hafen des Herodes lag etwa 250 m weiter im Westen. Er wird heute komplett vom Meer ueberspuelt. Auf dem Weg nach Norden sehen wir die 28 Boegen des hohen Aquaedukts aus den Sandduenen ragen. Mittels dieses Aquaedukts holte Herodes Trinkwasser nach Caesarea, das aus den Quellen des suedlichen Karmelauslaeufers ueber eine Entfernung von 12 km kam.
En Gedi, Steinböcke
En Gedi
En Gedi ist die groesste und schoenste Oase am Toten Meer. Es ist ein wasserreiches Gebiet in dem seit mehr als 6.000 Jahren Menschen siedeln. Das Reservat En Gedi beherbergt jede Menge Wild wie Steinboecke, Klippschliefer, Leoparden und unzaehlige Vogelarten.
 
See Gennesaret

See Gennesaret / Yam Kinneret
Dieser Suesswassersee wird durch den Jordan mit Wasser gespeist. Er liegt 212 m unter dem Meeresspiegel und ist der Trinkwasserlieferant Nr. 1 in Israel. 20 Fischarten leben im See, so dass der Fischfang eine der Haupteinnahmequellen der Region bildet. Der vielgepriesene Petrusfisch kommt allerdings mittlerweile von Fischfarmen. Rund um den See entstanden schon

vor 3.000 Jahren Siedlungen.
Literaturtipp: Leben am See Gennesaret. G.Faßbeck, S.Fortner, A.Rottloff, J.Zangenberg (Hgg..), Kulturgeschichtliche Entdeckungen in einer biblischen Region, Mainz 2003 (Sonderband Antike Welt).

Bahai Tempel, Haifa
Haifa
Die 3. groesste Stadt Israels mit dem Haupthafen des Landes, sozusagen dem spaeteren Nachfolger von Jaffa. Haifa ist ausserdem das Weltzentrum der Bahai-Religion. Der Shrine des Bab ist das Wahrzeichen der Stadt und enthaelt den Sarg des Maertyrer-Herolds der Bahai Religion. Er wurde 1850 in Persien wegen seiner religioesen Lehren hingerichtet und 1909 nach Haifa ueberfuehrt.
 
Jericho
Jericho
Jericho ist die wasserreichste Grossoase des Vorderen Orients. Wegen des milden Klimas gedeihen hier Palmen, Bananen und andere subtropische Pflanzen. Jericho ist die aelteste bisher bekannte Stadt der Erde und nach biblischen Berichten der erste Ort, den die Israeliten in dem verheissenen Land eroberten. Bereits um 7.000 v.Chr. war Jericho eine richtige Stadt, mit einer

Verteidigungsmauer und Wachtuermen. Von heute sehen wir die Reste eines solchen Turms, des aeltesten der Menschheit. Der 9 m hohe Turm hat einen Durchmesser von fast 10 m. In seinem Inneren fuehrt eine 22stufige Steinplattenwendeltreppe zum Dach empor.

Hisham Palast: Aus dem 8 Jh. n. Chr. stammt der Palast des Omajiden Kalifen Hischam ibn Abt el Malik. Saeulenhallen mit steinernen Sitzbaenken umgaben den Vorhof. In der Mitte des Innenhofes des eigentlichen Palastes haben Restauratoren ein Masswerkfenster aufgestellt. Dieses Fenster gehoerte zum Obergeschoss des Palastes. Im Keller der angrenzenden Gebaeude wurde ein kleines Bad entdeckt, mit Sitzbaenken und Mosaikfussboden. Durch die Audienzhalle geht man weiter und kommt in das wohl schoenste und praechtigste Bad der islamischen Fruehzeit. Das Bad war ein Ort der Konversation, des geselligen Beisammenseins. Hier wurde getrunken, gesungen, hier liess man sich von den Musikern, Dichtern und Taenzerinnen unterhalten. Die Omajiden setzten sich grosszuegig ueber das im Koran angedeutete, aber damals noch nicht festgelegte, Gebot der Bildlosigkeit hinweg. Die Nischen des Badehauses fuellten daher ueppige Frauenskulpturen mit entbloesstem Oberkoerper im Wechsel mit Maennerbildnissen. Die kostbarsten Arbeiten dieses Palastes sind heute im Rockefeller Museum in Jerusalem zu besichtigen. Der Fussboden des Bades war mit geometrisch gemustertem Mosaik ausgelegt, das noch hervorragend erhalten ist. Der schoenste Mosaikfussboden befindet sich in einem intimen Ruheraum. Das Ende dieses Fussbodens zeigt einen Orangenbaum von dem zwei Gazellen Blaetter zupfen, waehrend eine dritte von einem Loewen angefallen wird. Der Palast wurde vor seiner endgueltigen Vollendung durch ein Erdbeben teilweise zerstoert. Bald darauf verloren die Omajiden ihre Macht, der Palast verfiel.

Kapernaum
Kapernaum
Hier soll Jesus sein Wirken begonnen haben. Angeblich verlegte er seinen Wohnsitz von Nazareth nach Kapernaum, weil hier seine ersten beiden Anhaenger Andreas und Petrus lebten. Die Kirche der Brotvermehrung wurde zum Gedenken an die wundersame Speisung der 5.000 errichtet, als Jesus mit 5 Gerstenbroten und zwei gesalzenen Fischen 5.ooo Menschen
saettigte. Erbaut wurde die heutige Kirche ueber den Ruinen einer byzantinischen Kirche. Einzigartig ist der Mosaikfussboden mit der einer Wasserlandschaft mit Voegeln, die an persische Motive erinnert.
Elija, Kerem Ha'Kamiel
Kerem Ha'Karmiel / Berg Karmel
Im Hebraeischen bedeutet Kerem el der Weingarten Gottes oder allgemein: bepflanztes Land. Aus fast 500 m Hoehe sieht man weit ueber dieses bepflanzte Land bis hin zum Berg Tabor. Hoch oben auf dem Kerem Ha'Karmiel befindet sich eine Karmeliterkapelle. Im Garten davor steht die Statue des Propheten Elija. Unter der Herrschaft von Koenig Ahab hatte sich der Kult des Baal in Palaestina ausgebreitet. Elija soll an dieser Stelle die Priester des Baal zu einem Gottesurteil herausgefordert haben (1. Koen. 18, 16-46). Er gewann und liess die 450 Propheten des Baal am Ufer des nahen Qishon toeten.
 
Ölpresse, Marescha
Marescha
Einst wurden hier als wichtigster Erwerbszweig erfolgreich Olivenbaeumchen gezogen. Dazu kam die Produktion von Olivenoel. Bis heute wurden insgesamt 20 Ölpressen entdeckt, die alle aus dem 3-2 Jh. vor Chr. stammen. Der weiche Karstgesteinboden hat etliche natuerliche Hoehlen hervorgebracht, die sich die Menschen zu Nutzen machten. So
liegen die Ölpressen alle unterirdisch. Das in Marescha produzierte Öl wurde bis nach Ägypten exportiert.
Masada
Masada
Auf diesem Tafelberg liess Herodes eine fast uneinnehmbare Festung errichten, die spaeter einer Zelotengruppe im ersten juedischen Aufstand gegen Rom als letzter Zufluchtsort diente. Im Jahre 66 nach Chr. brachten diese Zeloten gleich zu Beginn des Aufstandes die roemische Garnison hier oben in ihre Gewalt. 960 Maenner, Frauen und Kinder verschanzten sich hinter der dicken
Kasemattenmauer, die das gesamte Plateau umzieht. Urspruenglich war die Mauer etwa 8 m hoch. Von mindestens 30 Tuermen wurde sie verstaerkt. Eleazar ben Yair, der Anfuehrer der Zeloten, liess die Kasematten zu Wohnungen ausbauen, denn fast 1.000 Menschen mussten irgendwo Unterschlupf finden. Aufzeichnungen berichten, dass Herodes beim Bau seines Palastes einen grossen Teil der Flaeche fuer den Ackerbau freigelassen hatte, damit bei einem etwaigen Mangel an Nahrungsmitteln fuer jene gesorgt war, die auf dem Berg ausharrten. Die riesigen Lagerhaeuser hatte Herodes mit Lebensmittelvorraeten fuer viele Jahre aufgefuellt. Dazu kamen Waffen aller Art, Roheisen, Kupfer und Blei. Die grossen Zisternen waren voll bis oben hin, denn die wenigen, aber starken Regenfaelle reichten aus, um die tiefen Wasserreservoire zu fuellen. Es gab Pressen zur Herstellung von Öl. Frisches Brot kam taeglich aus der eigenen Baeckerei. In der Synagoge wurden Gottesdienste und Versammlungen gehalten. Es ist die aelteste bisher entdeckte Synagoge. Das fuer die Roemer wichtige Badehaus mit Schwimmbad war selbstverstaendlich auch vorhanden. Dazu errichteten die Zeloten ein Ritualbad, das dem Talmud entsprechend aus drei Becken bestand. Die Menschen lebten also nicht schlecht hier oben. Sie waren autark und haetten noch etliche Jahre ausharren koennen, wenn nicht im Jahre 72 n. Chr. der roemische Prokurator Flavius Silva mit seiner 10. Legion erschienen waere. Massada war umgeben von insgesamt 8 Roemerlagen. Man schaetzt dass etwa 10.000 Roemer den Felsen belagerten, dazu kamen etwa 5.000 juedische Sklaven. Saemtliche Bewegungen im Roemerlager, Depeschen die gebracht wurden oder Nachschubkarawanen konnten von den Zeloten bestens, und lange bevor es die Roemer wussten, gesichtet werden. Die Roemer schmorten derweil 400 m unter dem Meeresspiegel im eigenen Saft. Bei ihnen liess die Lebensmittelversorgung in diesem Ödland zu wuenschen uebrig. Nach zweieinhalb Jahren Belagerung begannen die Roemer oder vielmehr deren juedische Sklaven mit dem Bau einer riesigen Rampe. Durch Schirme und Huetten wurden die Arbeiter geschuetzt. Das Fuellmaterial wurde durch ueberdachte Gaenge nach oben gebracht. Eleazar ben Yair musste dem Bau hilflos zusehen. Es waere zwar moeglich gewesen, die Arbeiter abzuschiessen, aber 5.000 Sklaven sprich eigene Leute zu ermorden fuer das Leben von 960 Zeloten war nicht im Sinne Eleazar's. So hofften die Zeloten, hofften, dass die Hitze die Roemer zermuerben wuerde, hofften, dass Yahwe ein Wunder vollbringe, hofften auf einen Ausweg. Doch den gab es nicht, denn der Felsen war von Lagern umstellt. Sich den Roemern in die Sklaverei ergeben, war keine Loesung, denn da die Roemer Massada nun fast 3 Jahre in der Gluthitze belagert hatten, war ein fuerchterliches Gemetzel zu erwarten. Im Fruehjahr des Jahres 73 n. Chr. war es soweit - die Rampe war hoch genug. Mit Belagerungsmaschinen schlugen die Roemer eine Bresche in die Mauer und brannten eine von den Zeloten eilens aufgerichtete Holzbarriere nieder. Dann stuermten sie die Festung; doch zum Kampf und zur Pluenderung kam es nicht. Die Zeloten hatten zuvor ihre Vorraete und Gegenstaende von Wert vernichtet und sich danach selbst getoetet. Maenner, Frauen und Kinder. Die Roemer hatten nach 3 Jahren Belagerung nichts weiter erobert, als einen wertlosen, kahlen Felsen. So gelang Eleazar ben Yair letztendlich doch der Sieg, und Massada gilt noch heute als Symbol der Freiheit Israels.
Tel Megiddo
Megiddo
Am Ende des Hauptpasses von der suedlichen Kuestenebene in die Jesreel-Ebene erhebt sich einer der groessten und bedeutendsten Siedlungshuegel des Heiligen Landes der Tel Megiddo. Mehr als 3.000 Jahre lang beherrschte Megiddo die wichtigste Handels- und Heerstrasse zwischen Ägypten und dem Zweistromland. Über eine Rampe erreicht man das ehemalige
Nordtor, das Salomo auf den Fundamenten einer kanaanitischen Toranlage (15 Jh. v. Chr.) errichten liess. Der heilige Bezirk der Kanaaniter liegt im aeltesten Bereich der Stadt. Hier erhebt sich auf einer elliptischen Plattform der freistehende, aus kleinen Bruchsteinen konisch gefuegte Rundaltar, mit einem Durchmesser von etwa 7 m. Er ist fast 4.000 Jahre alt. In der Mitte der Stadt wurde ein riesiger Getreidesilo in den Boden gegraben. Gut 7 m ist er tief. Zwei Treppen laufen an der gemauerten Wand hinab. Beruehmt ist Megiddo jedoch durch seine Pferdestaelle. Sie entstanden wahrscheinlich unter Koenig Ahab (874-853 v.Chr.). Er unterhielt eine Streitmacht von 2.000 Wagen von denen allein in Megiddo 450 Pferde in riesigen Stallungen untergebracht waren. Es handelte sich dabei um lange Hallen, die durch monolithische Kalksteinpfeiler in drei Schiffe geteilt wurden. Im Mittelgang parkten die Streitwagen, in den Seitenschiffen befanden sich die Pferdeboxen. Die Pferde standen mit dem Kopf zum Mittelgang angebunden an den Pfeilern.
Byzantinisches Mosaik, Nahariya
Nahariya
Noch waehrend der Britischen Mandatszeit wurden ueber Nahariya viele illegale Einwanderer ins Land geschleust. Nahariya war urspruenglich eine von deutschen Aussiedlern gegruendete Landwirtschaftssiedlung. Heute ist es ein schmuckes Staedtchen mit 30.000 Einwohnern. Vor einigen Jahren wurden die Reste einer byzantinischen Kirche entdeckt. Um die Kirche vor
Witterungseinfluessen zu schuetzen wurde ein Schutzhaus errichtet, das von der deutschen Partnerstadt Bielefeld finanziert wurde. An den Waenden entlang und vor den Nischen zieht sich ein breites Band mit Mosaik-Medaillons. Dieses Band enthaelt 87 kunstvolle Mosaikbilder. Die Mosaike bestehen aus kleinen Steinchen, die mit Glaswuerfelchen durchsetzt sind. Insgesamt wurden 17 verschiedene Farben gezaehlt. Die Motive stellen Jagdszenen, Menschen, Tiere und Pflanzen dar. Um 536 n. Chr. wurde der oestliche Teil der zentralen Halle abgeteilt, dazu wurden 8 grosse Marmorplatten benutzt, die mit Reliefs dekoriert wurden. Wie alle Kirchen in Westgalilaea wurde auch diese um 614 n. Chr. zerstoert. Nur der Mosaikboden blieb gut erhalten.
Nurg Nimrod
Burg Nimrod
Unzaehlige Sagen ranken sich um den biblischen Staedtegruender und grossen Jaeger Nimrod, einem Urenkel Noahs, welcher ueber Babylonien herrschte. Die Drusen erzaehlen, Nimrod habe auf dem hoch ueber Baniyas gelegenen Plateau eine riesige Burg erbaut, von der aus er seine Pfeile in den Himmel schoss um Gott seine Macht zu beweisen. Der
Allmaechtige aber sandte eine Fliege, die durch Nimrods Nase in dessen Gehirn kroch und dort so lange nagte bis der Koenig unter furchtbarem Schmerz starb. Die Kreuzfahrer hatten sich hier oben niedergelassen, um das Koenigreich Jerusalem an der besonders gefaehrdeten Nordostgrenze zu sichern. Der Zugang war durch eine Mauer mit schiessschartenbestueckten Nischen und durch einen stark vorspringenden Rundturm gesichert. Nach einigem Hin- und Her fiel die Burg aber doch in die Haende des Sultans, der die strategisch wichtige Festung von Grund auf erneuern liess. Danach verlor sie jede Bedeutung und verfiel. Nimrod ist die groesste und besterhaltendste Kreuzfahrerfestung Israels. Vom 14.bis 16. Jh. n. Chr. diente die Festung als Gefaengnis fuer politische Gefangene, danach wurde sie aufgegeben. Im 6 Tage Krieg wurde sie zunaechst von den Syrern als Beobachtungsposten und Stuetzpunkt benutzt, spaeter dann von den Israelis.
Qumran Höhlen

Qumran
In den Jahren zwischen 1946 und 1956 wurden in elf Höhlen in der Umgebung von Qumran Zehntausende von Handschriften-Fragmente gefunden, die in der Zeit von circa 200 v. Chr. bis circa 60 n.Chr. auf Pergament oder Papyrus geschrieben worden sind. Nur ganz wenige Rollen sind fast vollständig erhalten. Die Mehrheit der Texte ist in hebräischer, ein kleinerer Teil in aramäischer Sprache verfasst, nur in Höhle 7 wurden allein

griechische Textfragmente entdeckt.
Etwa ein Drittel der Texte besteht aus Abschriften von Büchern des Alten Testaments, ein weiterer Teil enthält Nacherzählungen und Erweiterungen biblischer Erzählstoffe, weitere Rollen bieten schließlich ein sehr breites Spektrum unterschiedlichster theologischer Werke (Bibelkommentare, poetische Texte, Regeln für ein religiöses Leben, Endzeitdarstellungen, liturgische Werke). Nur wenige Werke waren zuvor bekannt, die allermeisten davon höchstens in späteren Übersetzungen. Lediglich ein geringer Teil der Texte ist als "sektiererisch" anzusprechen, trägt also Merkmale, die nur einer Gruppe des antiken palästinischen Judentums zugeschrieben werden können. Alle Texte sind jüdisch, frühchristliche Texte wurden nach der übergroßen Mehrheit der Forschung in Qumran nicht gefunden.
Literaturtipp: Terra X : Vom Geheimbund der Assassinen zum Brennpunkt Qumran

St. Georg Kloster
St. Georg Kloster / Wadi Kelt
Schon in fruehbyzantinischer Zeit lebten im Wadi Kelt Moenche als Einsiedler in schwindelnder Hoehe in zahlreichen Hoehlen. Auch heute noch moegen sich einzelne Moenche in die Einsamkeit der Hoehlen zurueckziehen, die nur ueber abenteuerliche Treppen am Felsen zu erreichen sind. Mittels eines Korbes werden Lebensmittel fuer die Einsiedler in die Felshoehlen transportiert.
Das Kloster wurde um 480 zu Ehren der Jungfrau Maria gegruendet. Es wurde an der Stelle errichtet, wo der Engel dem wegen seiner Kinderlosigkeit verzweifelten Hirten Jojahim die baldige Geburt seiner Tochter Maria verkuendete. 614 ermordeten fanatische Juden die Moenche, das Kloster verfiel. Erst 1901 wurde es von griechisch-orthodoxen Moenchen wieder aufgebaut. Heute leben nur wenige Moenche hier, die dem mueden Wanderer etwas zu Trinken anbieten.
Totes Meer
Totes Meer
In dieser unwirtlichen Gegend lebten einst die Nabataeer. Sie schoepften Bitumen mit speziellen Booten aus dem Wasser, das sie dann an die Ägypter verkauften. Die Ägypter benoetigten das Bitumen zur Einbalsamierung ihrer Toten. Das Tote Meer ist der tiefste Punkt der Erde. Es liegt 400 m unter dem Meeresspiegel. Das Wasser kommt hauptsaechlich aus dem Jordan, aber auf
Grund des israelischen Wasserleitsystems fuehrt der Fluss immer weniger Wasser, so dass das Meer jaehrlich etwa 600 Mio. Kubikmeter Wasser verliert. Der Jordan muendet mit einer normalen Konzentration an Salz und Mineralstoffen ins Tote Meer, aber die hohe Verdunstung bewirkt eine drastische Steigerung. So kommt es, dass das Wasser einen Salzgehalt von 30% aufweist (gegenueber 4 % bei normalem Meerwasser).
Zefad
Zefad / Safed
Die Stadt Zefad galt im 16 Jh. als vierte der Heiligen Staedte des Talmud (neben Jerusalem, Hebron und Tiberias) als geistiges und religioeses Zentrum der Juden. Sie wurde bereits 1948 israelisch und ist heute eine rein juedische Stadt, denn alle Araber wurden 1948 ausgewiesen. Zefat ist ein beliebter Sommerkurort und wegen der malerischen Altstadt ein vielbesuchtes Touristenziel.