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Israel
Bevölkerung
Israel hat ca. 6 Mio Einwohner. Etwa 83% sind Juden, die in mehreren Einwanderungswellen
aus 120 Staaten ins Land kamen oder bereits dort geboren wurden. Unter
ihnen gibt es eine ultraorthodoxe Minderheit. Ferner gibt es ca. 1,6 %
Drusen. Bei den Drusen handelt es sich um einen im 11. Jh. vom Islam abgetrennten
Zweig. Die Moslems bilden mit 13% die zweitgroesste Bevoelkerungsgruppe.
Der Anteil von 2,4% Christen gehoert 30 verschiedenen Bekenntnissen an,
die groessten darunter sind die Griechisch-Orthodoxen und die Roemisch-Katholischen.
Geschichte
Israel ist ein junger Staat und doch ein Staat mit einer bewegten mehr
als 3000jaehrigen Geschichte. Es ist die Geschichte der 12 Soehne Jakobs,
die die 12 Staemme Israels bildeten. Sie siedelten zunaechst in Palaestina,
wurden jedoch durch die Hyksos vertrieben und kommen erst 430 Jahre spaeter
aus ihrem aegyptischen Exil zurueck. Ihr Anfuehrer heisst Moses. Koenig
David aus dem Hause Judah macht Jerusalem zu seiner Hauptstadt und baut
den ersten Tempel. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wechseln die Machtverhaeltnisse
staendig. Assyrer, Babylonier, Perser, Griechen und Roemer. Etwa 100 Jahre
nach dem Tod Christi laesst Kaiser Hadrian den letzten Aufstand der Juden
unter Bar Kochba niederschlagen. Viele Juden werden als Sklaven verkauft
bzw. gehen ins Exil. Der Zutritt nach Jerusalem bleibt ihnen verwehrt. Ihre
Nachkommen werden zur Diaspora. Den Roemern folgen die Omajiden und die aegyptischen
Fatimiden. Die Kreuzritter erobern 1000 Jahre nach Christi Jerusalem und
massakrieren die moslimische und die juedische Bevoelkerung. Dem christlichen
Koenigreich folgt die Eroberung durch die Mamlukken und spaeter durch die
Tuerken. 1920 wird Palaestina britisches Mandat. Waehrend dieser Zeit kommt
es aufgrund von Progromen in Russland und Polen zu einer verstaerkten juedischen
Einwanderung nach Palaestina. Fuer die ersten Einwanderer, die sich inmitten
einer feindlich gesinnten arabischen Bevoelkerung niederlassen, um Landwirtschaft
zu betreiben, konnte dies nur in Form von Gemeinschaftssiedlungen geschehen.
So entstanden die ersten Kibbuzims. Diese Kommunen sollten Grossfamilien
gleichen, deren Mitglieder kein Privateigentum besitzen. Jeder Kibbutznik
hilft beim Aufbau der Siedlung nach seinen Faehigkeiten. Alles lebensnotwendige
wie Wohnung, Essen, Kleidung, Bildung und ein Taschengeld erhaelt er von
der Gemeinschaft. Immer mehr Fluechtlinge kommen ins Land, denn auch in Deutschland
hat die Verfolgung der juedischen Bevoelkerung begonnen. 1947 beschliesst
die UN Palaestina in einen arabischen und einen juedischen Staat zu teilen.
Jerusalem soll internationalisiert werden. Die Zionisten akzeptieren, die
arabischen Staaten lehnen ab. Die Gewalttaetigkeiten auf beiden Seiten haeufen
sich und Grossbritannien beschliesst, sich aus Palaestina zurueckzuziehen.
Dies geschah denn auch im Mai 1948. Daraufhin proklamiert David Ben Gurion
den unabhaengigen Staat Israel und wird erstes Staatsoberhaupt. Doch die
Truppen Ägyptens, Saudi Arabiens, Iraks, Syriens, Libanons und
Jordaniens stehen bereit, um dem neuen Staat Israel im Handstreich den Garaus
zu machen. Am Ende kontrollieren israelische Truppen den groessten Teil Palaestinas,
die Ägypter erobern Gaza. Ostjerusalem und die Altstadt fallen an Jordanien.
Im sechs Tage Krieg 1967 besetzt Israel die Sinaihalbinsel, den Gazastreifen,
die West Bank und die Golan Hoehen. Die Sinaihalbinsel wird 1982 nach dem Camp
David Abkommen an Ägypten zurueckgegeben. Die anderen eroberten Gebiete
Gaza, West Bank und Golan Hoehen blieben besetzt. Yassir Arafat, der Chef der
PLO wird 1994 Oberhaupt der Autonomen Gebiete Gaza und Jericho. Diese Gebiete
werden nun von den Palaestinensern selbst verwaltet, mit eigener Polizei als
Gesetzeshueter. Doch trotz aller Friedensbemuehungen gibt es noch grosse Probleme.
Im November 1995 wird Yitzhak Rabin von einem ultraorthodoxen Juden erschossen.
Unter den nachfolgenden Praesidenten sind die Bemuehungen um einen dauerhaften
Frieden schleppend. Anfang 2001 wird Ariel Sharon zum Praesidenten gewaehlt.