Kleines Argentinien ABC
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Buenos Aires Die Gründung von Buenos Aires geht zurück auf Pedro de Mendoza. Er war der Anführer einer spanischen Expedition die im Jahre 1536 am Rio de la Plata landete. Die Ansiedlung bekam den Namen Puerto de Nuestra Señora Santa María del Buen Ayre, nach dem Patron der Seefahrer. Viele der 1600 Mann starken Truppe von Mendoza verhungerten allerdings, da sie von der halbsesshaften, indianischen Bevölkerung keine Lebensmittel erhielten. Lange Jahre dümpelte BA als unbedeutende Siedlung vor sich hin. |
Unter dem Freiheitskämpfer José de San Martin erlangte Argentinien im Jahre 1816 seine Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Gut 45 Jahre später wurde Buenos Aires Hauptstadt. Heute ist die 13 Mio. Einwohner zählende Stadt eine mondäne Metropole mit schicken Stadtvierteln wie Palermo oder dem neu gestalteten alten Hafen Puerto Madero; mit ärmeren Stadtvierteln wie La Boca, mit historischen Gebäuden wie der Casa Rosada, dem Teatro Colon, der Galeria Pacifico, dem Kongresspalast; mit weitläufigen Parks und stark befahrenen Straßen. |
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Cueva de las Manos Etwa 200 m oberhalb des Canons del Rio Pintura befindet sich eine kleine Höhle die zur großen Touristenattraktion geworden ist und außerdem zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört: Die Cueva de las Manos. Die ältesten dieser Malereien der Ureinwohner werden auf etwa 9300 v. Chr. datiert, und zählen damit zu den ältesten menschlichen Zeugnissen in Südamerika. Die meisten der farbigen Hand-Negativ-Drucke entstanden jedoch um 1500 v. Chr. Da es große und kleine Hände gibt, nimmt man an, dass die Art der Malerei eng mit einem Familienritus verbunden war. Meistens wurden linke Hände abgebildet. |
| An einigen Stellen findet man aber auch rechte und linke Hände eng beieinander. Es wird angenommen, dass die Künstler die Farbe in den Mund nahmen, die Hand auf die Felswand legten und die Farbe darauf spuckten oder mit einem Knochenröhrchen aufbliesen. So entstand der Abdruck. Die Farben wurden aus zermahlenen Gesteinen gewonnen die mit einem Bindemittel - wahrscheinlich Wasser oder Fett - vermischt. (Rot wurde aus Eisenoxyd gewonnen, aus Kaolin entstand weiß und Magnesiumoxyd diente für schwarz.) |
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diesen hier am Wegrand. Die LKW-Fahrer halten an und legen eine Flasche Wasser am Schrein ab - damit niemand mehr verdursten muss. |
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Evita |
| sie liebevoll Evita. Evita starb 1952 mit nur 33 Jahren an Gebärmutterhalskrebs. |
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Gauchito Gil Zu Gauchito Gil gibt es viele Legenden. Eine stellt ihn als eine Art argentinischer Robin Hood dar. Er nahm den Reichen und gab es den Armen. Allerdings wurde er gefasst und kurz vor seiner Hinrichtung prophezeite er seinem Henker, dass der Sohn des Henkers sterben würde, wenn er Gauchito nicht begrübe sondern einfach hängen ließe. So war es damals mit Verbrechern üblich. Dem Henker war das Gerede des zum Tode verurteilten egal, er schnitt Gauchito die Kehle durch und ließ ihn baumeln. Als er zu Hause ankam rang sein Sohn mit dem Tode. Entsetzt eilte der Scharfrichter zurück und begrub den Hingerichteten; sein Sprössling wurde gesund. |
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Iguazú Iguazú ist ein Wort der Guarani-Sprache und bedeutet "Große Wasser". Von den Guarani ist ein Mythos überliefert: Am Ufer des Großen Wassers lebte die schöne Häuptlingstochter Naipi. Sie liebte den tapfersten Krieger ihres Stammes, doch war sie bereits dem Gott M'boi versprochen. Als M'boi tief und fest schlief flohen Naipi und der Krieger in einem Kanu auf dem Iguazú. Damals floss er ganz ruhig dahin. Als M'boi erwachte bemerkte er die Flucht. Wütend wirbelte er das Wasser auf, damit der Fluss nie mehr zur Ruhe kommen sollte. Unter seinen gewaltigen |
Schlägen brach das Felsenbett ein, un das Wasser stürzte in die Tiefe: Kein Boot konnte mehr über diese Schwelle fahren. Der Krieger wurde in einen Felsen verwandelt, der zur Strafe ununterbrochen von dem herabstürzenden Wasser gepeitscht wird. Und die schöne Häuptlingstochter Naipi? Verwandelt in eine Palme am Ufer des großen Wassers streckt sie im Wind ihre Zweige unablässig nach dem Felsen im Wasserfall. Die Wasserfälle von Iguazu bilden heute die Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Sie bestehen aus 275 Einzelwasserfällen und sind drei mal so breit wie die Niagarafälle und höher als die Viktoriafälle. Damit sind sie die größten der Welt. Der Großteil der Fälle liegt auf argentinischem Staatsgebiet. |
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Los Glaciares Der Nationalpark Los Glaciares in den südlichen Anden ist eine Region mit bizarren, Schnee bedeckten Bergen, riesigen Eisfeldern und kalten Seen. Das Patagonische Inlandseis, das etwa die Hälfte des Parks einnimmt ist nach der Antarktis das größte zusammenhängende kontinentale Eisfeld der Erde. Es bedeckt eine Fläche von 14.000 qkm. Insgesamt gibt es dort 47 größere Gletscher. Besonders gut zugänglich sind der Perito Moreno (mit Auto/Bus) sowie der Upsala und der Viedma (Boot). |
| Es gibt zwei Vegetationszonen im Park: die Patagonische Steppe und den subantarktischen patagonischen Wald. Vogelbeobachter kommen auf ihre Kosten. Besonders häufig zu sehen sind Schwarzhalsschwäne, Magellangänse (cauquen), Dampfschiff- und Ruderenten sowie der Chilenische Flamingo. Nicht zu vergessen Kondor, Schopfkarakara und Magellanspecht. In den Wäldern gibt es auch noch eine Population Huemuls (kleiner südamerikanischer Hirsch), diese sind jedoch so selten, dass jeder der meint ein Huemul gesehen zu haben, angewiesen wird, dies der Nationalparkverwaltung zu melden. Wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna wurde der Nationalpark Los Glaciares 1981 von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen. |
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Mafalda
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Nasenbären Der Südamerikanische Nasenbär gehört zur Familie der Kleinbären, d.h. es ist eine Raubtierart. Sie sind Allesfresser, die sich sowohl von pflanzlicher Nahrung und Früchten als auch von tierischer Nahrung wie Insekten, Larven und kleinen Wirbeltieren ernähren. In Iguazu sind sie zum Teil schon zum Problem geworden, weil sie nicht nur die Papierkörbe plündern sondern keine Hemmungen haben blitzschnell auf einen Picknicktisch zu springen und schneller als der überraschte Besucher reagieren kann, sein Mundwerkzeug in einen leckeren Obstnachtisch zu stecken. |
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Pinguine Etwa 650.000 Paare Magellanpinguine brüten entlang der patagonischen Küste von der Peninsula Valdes bis hinunter nach Feuerland. Der Magellanpinguin wird gut einen halben Meter groß und ernährt sich hauptsächlich von Fisch und Krill. Er ist ein Höhlenbrüter, Männchen und Weibchen wechseln sich bei der Brut und der Fütterung ab, d.h. ein Elternteil ist tagsüber auf Jagd und kehrt gegen 16/17 Uhr zur Bruthöhle zurück. Auf der Isla Pinguino (vor Puerto Deseado) gibt es sogar eine Kolonie Felsenpinguine, die nördlichste Population. Felsenpinguine kehren jedes Jahr im Oktober zum selben Nest zurück um zu brüten. Im Februar sind die Kleinen schon Jugendliche, die bereits ihre volle Größe von etwa einem halben Meter erreicht haben. Sie sind gerade dabei ihr zweites Daunenkleid abzulegen und sehen teilweise recht schnittig aus. |
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Ruta 40
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San Ignacio San Ignacio ist eine von den Jesuiten im Jahr 1696 gegründete Missionsstation, eine sog. Reducción. Diese Reducciones wurden in vielen Teilen des Landes errichtet um die einheimischen Guarani-Indianer zu missionieren und sie vor den Sklavenhändlern zu schützen, die damals die Urwälder unsicher machten. In der Blütezeit des Ortes um 1730 wohnten hier etwa 4000 Missionare und Indios. Die Wohnhäuser gruppierten sich, regelmäßig angeordnet, um die zentrale, sehr große Plaza an der auch die imposante Kirche stand. |
| Hinter der Kirche gab es Unterrichtsräume, Speisesaal, Küche und Werkstätten, aber auch ein Gefängnis und einen Friedhof. Nachdem 1767 die Jesuiten aus den spanischen Hoheitsgebieten ausgewiesen worden waren, verfiel die Siedlung. 1810 lebte hier niemand mehr. 1984 wurde sie gemeinsam mit drei weiteren Missionen in Argentinien von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. |
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Wasserschweine Der deutsche Begriff Wasserschwein lässt darauf schließen, dass das Tier mit Schweinen verwandt sei, dies ist aber nicht der Fall. Daher wird heute eher die neutrale Bezeichnung Capybara benutzt. Capybara ist wieder ein Begriff aus der Sprache der Guarani-Indianer und bedeutet so viel wie "Herr der Gräser". Ein absolut treffender Name, denn die Nahrung der Capybaras besteht hauptsächlich aus Gräsern, die sie auf dem Festland zu sich nehmen, gelegentlich ergänzt durch Wasserpflanzen. |
Das Capybara ist das größte lebende Nagetier der Erde. Wenn Gefahr droht, können sie ziemlich schnell laufen, fliehen aber wenn möglich in ein Gewässer. |
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Xeneizes nennen sich die Fans und Spieler des bekanntesten Fußballclubs Boca Juniors aus Buenos Aires. Ihr wohl berühmtester Spieler ist der mit der Nummer 10: Diego Maradona. Er ist einer der wenigen, der es von den Ärmsten der Armen geschafft hat, ein Star zu werden. Man sieht ihn bei Heimspielen seines alten Vereins häufig in der VIP Loge. Der Name Xeneizes leitet sich von Genua ab, dem Hafen, über den die meisten der italienischen Einwanderer nach Argentinien kamen. Die “Genueser” siedelten sich hauptsächlich in La Boca an. |
Fußball ist eindeutig die beliebteste Sportart Argentiniens. Die Nationalelf gehört zu den erfolgreichsten der Welt und man ist heute noch stolz auf den Weltmeistertitel von 1986. |
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Yerba-Mate Wenn sich ein Argentinier länger als eine Stunde von zu Hause entfernt, hat er immer seine Mate Ausrüstung dabei. Dies gilt gleichermaßen für die alten wie die jungen Leute, die Reichen und die Armen. Die Mateausrüstung besteht aus einer Thermoskanne mit heißem Wasser, einem Behälter mit Mateblättern und einem Trinkgefäß, traditionell ein ausgehöhlter Kürbis. Hinzu kommt ein Metallstrohhalm, der am unteren Ende mit einem Sieb verschlossen ist. Die Mateblätter werden in den Kürbis gelegt, es kommt heißes Wasser hinzu und durch den Strohhalm wird das heiße Getränk getrunken. |
An Tankstellen und Busbahnhöfen stehen Automaten an denen man heißes Wasser in seine Thermoskanne abfüllen kann. |
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