Ein Wochenende im Paradiesgarten

Am Wochenende war ich in Asien, Australien und Afrika. Wie das ging? Ganz einfach, ich war in Pairi Daiza. Es ist ein privat geführter Zoologischer und Botanischer Garten in der Nähe von Mons (Belgien). Auf dem etwa 65 Hektar großen Gelände eines ehemaligen Zisterzienser Klosters leben heute mehr als 4000 Tiere. 1993 als Vogelpark gegründet kamen schnell andere Tiere hinzu. Heute ist es ein Park der Superlative: Nach Kontinenten eingeteilt entstanden zum Beispiel das vier Hektar große „Königreich Ganeshas“ und „Han Wu Dis Traum“, der größte chinesische Garten in Europa. Weiße Tiger bewohnen einen Palast der stark an den Bayon-Tempel in Angkor erinnert; rosa Pelikane schwimmen zwischen afrikanischen authentisch eingerichteten Pfahlbauten; Kängurus hüpfen Besuchern über die Füße (wenn sie nicht schlafen); in der Krypta unter dem Klosterkirchenturm fliegen Fledermäuse während überirdisch eine Flugschau mit Eulen, Greifvögeln und Geiern stattfindet. Alle Anlagen sind weitläufig, ansprechend und detailgetreu.

Der Name Pairi Daiza kommt aus dem Persischen und bedeutet „ummauerter Garten“ – die älteste Bezeichnung für Paradies. Gewiss ein paradiesischer Garten, der im Sommer mit einigen Zehntausend anderen täglich geteilt werden muss. Wer es einrichten kann, sollte möglichst nicht an einem sonnigen Ferienwochenende hingehen.

Webseite: Pairi Daiza

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